Immobilien

Studentischer Wohnungsmarkt: Richtige Bewerbung ist wichtig

Schnelle Abgabe vollständiger Unterlagen birgt gute Chancen

– Kurz vor dem Beginn des neuen Semesters ist der Wohnungsmarkt für Studenten hart umkämpft. Fehlende Wohnheimplätze verschärfen die Situation zusätzlich und führen zu teils drastischen Mietpreissteigerungen kleinerer Wohnungen in den Studentenstädten. Daher ist gute Vorbereitung für eine Wohnungsbesichtigung wichtig. Aber wie? Bei der Suche nach der Unterkunft gewinnt an Bedeutung, was bei der Jobsuche Voraussetzung ist: die Bewerbung. Auch hier gibt es Regeln, damit die Chancen auf den Zuschlag steigen.

In Deutschland fehlen etwa 25.000 Wohnheimplätze. Studenten weichen auf kleine Wohnungen aus, für die teils kräftige Mieten fällig werden. Laut Immobilienportal Immonet stieg beispielsweise in Stuttgart der Quadratmeterpreis für eine Einzimmerwohnung seit 2009 um satte 70 Prozent. Im Bundesdurchschnitt kletterten die Quadratmeterpreise für diese Wohnungen im selben Zeitraum von 6,91 Euro (2009) auf 9,17 Euro im ersten Halbjahr 2013. Auch in kleineren Studentenstädten ziehen die Mieten an: So liegt in Tübingen der Preis für ein Single-Apartment bei 11,35 Euro pro Quadratmeter, in Gießen bei 10,71 Euro. Wer sich für eine Wohngemeinschaft entscheidet, lebt deutlich günstiger. In Tübingen liegt der Preis für eine WG-taugliche Drei- bis Vierzimmerwohnung bei 9,89 pro Quadratmeter (Ersparnis: 13 Prozent) und in Gießen bei 7,22 Euro (Ersparnis: 33 Prozent).

Regeln, die 100-prozentig zu einem Wohnungszuschlag führen, gibt es nicht. Der Schlüssel zum Erfolg ist in den meisten Fällen die schnelle und vollständige Abgabe der Bewerbungsmappe. Wer als einer der Ersten alle Dokumente eingereicht hat, darf sich gute Chancen ausrechnen.

Im Folgenden eine Liste der Dokumente, die, gerade bei Studenten, in der Mappe nicht fehlen dürfen:

Bewerbungsschreiben: Es sollte alle für den Vermieter wichtigen Informationen enthalten. In drei bis vier kurzen Absätzen sollte sich der Bewerber vorstellen und den Grund für seinen Umzug angeben. Und das kurz und knackig, denn niemand hat Zeit oder Lust, Romane zu lesen. Nicht vergessen werden sollte eine Auflistung der Anlagen unter dem Anschreiben. Ein Bewerber verleiht dem Ganzen mehr Individualität, indem er die Wohnung, um die es geht, im Betreff aufführt.

Gehaltsnachweis oder Bürgschaft: Die letzten drei Einkommensnachweise helfen dem Vermieter, sich einen Überblick über die Finanzlage des Bewerbers zu verschaffen. Als Student ist das Einkommen meist gering. Damit der Vermieter nicht ablehnt, ist eine Bürgschaft – meist seitens der Eltern – unerlässlich. Die legt fest, dass im Falle einer Nichtzahlung zu erbringender Leistungen der Vermieter seine Ansprüche gegenüber dem Bürgen geltend machen kann.

Mietschuldenfreiheitsbeleg: Sofern ein Student auf Wohnungssuche bereits in einer eigenen Wohnung lebt, sollte er diesen Nachweis unbedingt beifügen. So sieht der potenzielle neue Vermieter sofort, dass er ein verlässlicher und pünktlich zahlender Mieter ist.

Schufa-Auskunft: Dieses Dokument sollte nur auf Anfrage beigelegt werden. Eine Bonitätsauskunft kann gegen eine Gebühr online auf der Website der Schufa bestellt werden. Wer sich die Auskunft bereits vor der Wohnungssuche beschafft, spart Zeit.