Analyse

Wo Bausparkassen Defizite aufweisen

Untersuchung ergibt Mängel bei Ermittlung des Kundenbedarfs

– Vor dem Abschluss eines Bausparvertrages – noch immer ein möglicher Baustein der Immobilienfinanzierung – werden Kunden meist von Finanzdienstleistern beraten. Im Auftrag des Nachrichtensenders n-tv untersuchte das Deutsche Institut für Service-Qualität (DISQ) nun insgesamt 15 Bausparkassen.

Das Ergebnis: Die meisten Berater waren freundlich, trafen korrekte, meist vollständige Aussagen und erläuterten die komplizierte Thematik verständlich. Es traten aber auch Defizite auf: So war die Analyse des individuellen Kundenbedarfs mitunter nur ausreichend. „Die Berater erfragten nicht immer Aspekte wie laufende Kredite oder Haushaltsausgaben“, sagt Bianca Möller, Geschäftsführerin des DISQ.

Dieses Manko schlug sich auch in der Qualität der Beratungsunterlagen nieder. Zu häufig wurden Laufzeitvorgaben der Testkunden nicht eingehalten, Maximalraten überschritten oder Bausparziele verfehlt. Und: Gut jeder zehnte Kunde erhielt gar kein schriftliches Angebot.

Die besten Unternehmen punkteten mit gut aufbereiteten Unterlagen. Sieger der Studie wurde die Deutsche Bank Bauspar. Rang zwei belegte die Bausparkasse Schwäbisch Hall, die bei den Beratungsgesprächen am besten abschnitt. Auf Rang drei im Gesamtklassement positionierte sich die LBS Ostdeutsche Landesbausparkasse.