Immobilien

Eine Mietwohnung als Geldanlage

Privatanleger investieren gern in Immobilien. In Großstädten sind Mietausfälle sehr gering

Die Vermietung von Wohnungen gilt als sichere Bank: 72 Prozent der Privatanleger in Deutschland sind der Meinung, dass es sich infolge der guten Vermietungsaussichten derzeit lohnt, in Immobilien zu investieren. Dieses Bild zeichnet die aktuelle Studie des Münchner Bauträgers Euro Grundinvest. „In großen Städten haben Kapitalanleger kaum Probleme, Objekte zu vermieten. Das Risiko von Mietausfällen tendiert in vielen Lagen gegen null“, sagt Martin Greppmair von Euro Grundinvest.

Während bei Eigennutzern die Vermietungschancen wenig Einfluss auf die Investitionsentscheidungen haben, bestimmen sie für Kapitalanleger maßgeblich die Rendite. Das schlägt sich auch in den Studienergebnissen nieder. Mit 72 Prozent gehört die Aussicht auf eine lückenlose Vermietung zu den wichtigsten Gründen der Anleger. Im bundesdeutschen Durchschnitt stieg der Wert um 4,7 Prozent. Vor allem in den fünf größten deutschen Städten hat dieser Investitionsgrund an Bedeutung gewonnen. So gaben 86 Prozent der im zweiten Quartal befragten Münchner an, dass es sich deswegen für sie gelohnt hat, ein Haus oder eine Wohnung zu kaufen (Quartal 1: 84 Prozent). Diesen Wert erreichen Köln (79 Prozent), Frankfurt (78 Prozent), Berlin (76 Prozent) und Hamburg (75 Prozent) nicht. Sie liegen aber deutlich über dem bundesweiten Durchschnitt. Martin Greppmair: „In Berlin hat der Investitionsgrund ‚gute Vermietungsaussichten’ besonders zugelegt. Im Vergleich zur Befragung im ersten Quartal stieg der Wert um 14,2 Prozent.“ Einen Dämpfer könnte dagegen in Berlin die geplante Erhöhung der Grunderwerbsteuer auf sechs Prozent bedeuten, wie der IVD Berlin-Brandenburg kritisiert. Dadurch könnten Käufer oder Bauherren einer Mietwohnung abgeschreckt werden.