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Kündigung: Starker Geruch kann den Hausfrieden stören ++ Mietverhältnis: Vermieter darf Objekte nicht austauschen

Starker Geruch kann den Hausfrieden stören

Wegen eines starken Zigarettengeruchs und einer mangelnden Körperhygiene kann eine Kündigung ausgesprochen werden. Denn der Hausfrieden könne dadurch gestört werden, befand das Amtsgericht Wetzlar (Az.: 38 C 1389/12(38)), wie die Zeitschrift „Das Grundeigentum“ (Heft 15/2013) des Eigentümerverbandes Haus und Grund Berlin berichtet. Daher sei eine fristlose Kündigung gerechtfertigt. In dem Fall drang aus der Wohnung der Mieter im Souterrain ein starker unangenehmer Geruch, der durch das ganze Haus zog. Nachdem sich Nachbarn beschwert hatten, mahnte der Vermieter die Mieter erst erfolglos ab und kündigte ihnen dann. Zu Recht, befanden die Richter.

Vermieter darf Objekte nicht austauschen

Alle Gegenstände und Einrichtungen, die sich zu Beginn eines Mietverhältnisses in der Wohnung befinden, gelten als mitvermietet. Das heißt: Der Mieter darf diese Dinge nutzen. Darauf weist der Deutsche Mieterbund in Berlin hin. Verschleiß ist durch die Zahlung der Miete abgegolten. Für Reparaturen und Erneuerungen ist der Vermieter zuständig. Er muss die Kosten dafür tragen. Der Vermieter darf im Zuge notwendiger Reparaturen und Erneuerungen dem Mieter die zur Verfügung gestellten Einrichtungsgegenstände nicht wegnehmen oder gegen minderwertigere austauschen. Hat der Mieter allerdings vorsätzlich oder aus Unachtsamkeit Schäden verursacht, kann der Vermieter Schadenersatz fordern. Mitvermietet werden in der Regel Waschbecken, Badewanne und Toilette.