Auswirkungen

Wirtschaftsinstitut warnt vor Vermögenssteuer-Effekt

Mögliche Wiedereinführung könnte sich nachteilig auf die Bautätigkeit in Deutschland auswirken. Mieterhöhungen befürchtet

Der Hausbau wird immer teurer und der Architekt macht nicht, was sich der Bauherr vorstellt? Probleme gibt es bei Bauvorhaben grundsätzlich immer, wenn die Bauaufgabe nicht genau definiert ist, so die Erfahrung der Arbeitsgemeinschaft für Bau- und Immobilienrecht (ARGE Baurecht) im Deutschen Anwaltverein (DAV). Vor allem private Bauherren, die trotz der derzeitig günstigen Zinsen sparsam bauen müssen, sollten deshalb vor Planungsbeginn genau festlegen, was sie gebaut haben möchten.

Als Auftraggeber sind sie für die klare Definition der Bauaufgabe zuständig. Hilfreich bei der eigenen Bedarfsplanung ist die DIN 18205. Sie erleichtert nicht nur bei Großprojekten die Bedarfsplanung, sondern auch bei kleineren Ein- und Zweifamilienhäusern. Festgelegt werden müssen: Art und Anzahl der benötigten Flächen und Räume (Raumprogramm, Flächenbedarf in Abhängigkeit von der Funktion, notwendige Raumhöhen), Qualität und Ausstattung des Hauses, aber auch Haustechnik, Schall- und Wärmeschutz sowie natürlich die finanziellen und zeitlichen Rahmenbedingungen. Wer ein finanzielles Limit hat, der sollte das von Anfang an mit einem Planer exakt festlegen.

Trotz dieser möglichen Schwierigkeiten und Unsicherheiten ist Eigentum eine gute Anlageform, denn laut Gutachten des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) könnten die Mieten in Ballungsgebieten um 15 bis 25 Prozent steigen – besonders unter dem Aspekt einer möglichen Vermögenssteuer, die ein Thema einiger Parteien im kommenden Wahlkampf ist. Die Vermögenssteuer mache Mieten teurer, so das IW in Köln. Eine Folge könnte sein, dass weniger gebaut werden würde und sich die Engpässe am Wohnungsmarkt verschärfen könnten. Die privaten und öffentlichen Wohnungsunternehmen bieten in Deutschland insgesamt 6,8 Millionen Wohnungen an.