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Gerichtsurteile

Erbschaft: Steuer entfällt nur bei Selbstnutzung ++ Arbeitszimmer: Bedingt absetzbar im Zweifamilienhaus ++ Maklergebühren: Gelten in Ausnahmen auch als Werbungskosten ++ Parabolantenne: Nur, wenn Empfang nicht anders möglich ist

Steuer entfällt nur bei Selbstnutzung

Wenn Kinder die Immobilie der Eltern erben und diese selbst nutzen, fällt keine Erbschaftssteuer an. Zumindest gilt dies bis zu einer Wohnfläche von 200 Quadratmetern. Wer jedoch nicht selbst einzieht, der kann auch die steuerlichen Vorteile für den besonderen Schutz des „familiären Lebensraumes“ nicht in Anspruch nehmen, entschied der Bundesfinanzhof (Az. 3 K 1321/11).

Bedingt absetzbar im Zweifamilienhaus

Kosten für die berufliche Nutzung einer zweiten Wohnung, die sich im Obergeschoss eines Hauses befindet und nur vom Steuerpflichtigen und seiner Familie genutzt wird, sind lediglich pauschal in Höhe von 1250 Euro steuerlich zu berücksichtigen. Das entschied der Bundesfinanzhof (Az.: VIII R 7/10).

Gelten in Ausnahmen auch als Werbungskosten

Maklerkosten, die beim Verkauf eines Grundstücks anfallen, können Werbungskosten bei den Einkünften aus Vermietung und Verpachtung sein. Voraussetzung ist, dass mit dem Erlös Darlehen getilgt werden, die zur Finanzierung anderer Mietobjekte aufgenommen wurden. Dies teilt die Wüstenrot Bausparkasse AG unter Hinweis auf das Finanzgericht Münster mit (Az.: 10 K 3103/10).

Nur, wenn Empfang nicht anders möglich ist

Besteht die Möglichkeit, über eine sogenannte Set-top-Box ausländische Sender zu empfangen, sei es im Allgemeinen dem Mieter zuzumuten, die monatlichen Mehrkosten für die Box zu tragen, wenn eine Parabolantenne optisch störe. Zu dieser Entscheidung kam das Amtsgericht München (Az.: 473 C 12502/12).