Finanzierung

Weniger Einfamilienhäuser

Höhere Grundstückspreise bremsen die Bautätigkeit. Positive Entwicklung ist erst ab 2014 zu erwarten

Einen Rückgang bei der Neubautätigkeit von Eigenheimen für das gesamte Jahr 2013 sagt das Marktforschungsinstitut BauInfoConsult voraus. Etwa vier Prozent weniger Ein- und Zweifamilienhäuser werden laut einer Prognose in diesem Jahr im Vergleich zu 2012 fertiggestellt. Ein Anstieg auf diesem Sektor sei erst wieder von 2014 an insbesondere im Süden und im Osten der Republik (Brandenburg und der Großraum Berlin) zu erwarten.

Trotz günstiger Kredite machten Eigenheiminteressenten derzeit die gestiegenen Preise für Bauland sowie die hohen Baukosten zu schaffen. Sie bevorzugten Kaufimmobilien.

Bei den Mehrfamilienhäusern zeichnet sich in diesem Jahr dagegen ein Plus von rund zwölf Prozent im Vergleich zum Vorjahr ab. Der Trend könnte aber 2014 etwas abflachen, da das verknappte Baulandangebot die Nachfrage abbremse. Steigerungen in diesem Jahr seien in allen Regionen zu erwarten. Wachstum werde es 2014 insbesondere im Nordwesten, Westen und Süden geben. BauInfoConsult hat für seine Prognose nach eigenen Angaben insgesamt 1400 Interviews mit Experten aus der Baubranche ausgewertet.

Ein Land der Eigentümer

Trotzdem sei Deutschland ein Land von Wohneigentümern, so der Eigentümerverband Haus & Grund Deutschland. Demnach wohnen 53 Prozent der in Deutschland lebenden Menschen in den eigenen vier Wänden. Die häufig verwendete und jüngst vom Statistischen Bundesamt aktualisierte Eigentumsquote auf Haushaltsbasis weist dagegen einen Wert von 45,8 Prozent aus. „Entscheidend ist jedoch nicht die Anzahl der Eigentümerhaushalte, sondern wie viele Personen in einem Eigentum leben“, sagt Haus & Grund-Präsident Rolf Kornemann. Die privaten Immobilieneigentümer haben rund 31 Millionen Wohnungen und bieten damit etwa 61 Prozent der gesamten Mietwohnungen in Deutschland an.