Gestaltung

Strom für eine schöne Gartensaison

Für viele Aktivitäten im Außenbereich sind elektrische Anschlüsse vonnöten. Doch Wasser kann der Installation schaden

Essen, Feiern, Entspannen – im Sommer werden viele Freizeitaktivitäten nach draußen verlegt. Der Garten bietet jedoch nur dann den richtigen Komfort, wenn es dort auch Stromversorgung gibt. Für Lichterketten, Radio, Elektrogrill und Rasenmäher brauchen Haus- und Gartenbesitzer ausreichend Anschlüsse. Empfehlenswert sind eine 230-Volt-Mehrfachsteckdose mit drei Anschlüssen sowie ein Antennenanschluss.

Vorteile einer Energiesäule

Im Freien unterliegt die Elektroinstallation allerdings stärkeren Belastungen als in der Wohnung. „Verbraucher sollten auf die Witterungsbeständigkeit der Installationsmaterialien achten“, sagt Hartmut Zander von der Initiative „Elektro+“ aus Berlin. Alle Komponenten müssen für den Einsatz im Freien geeignet sein. Außensteckdosen müssen mit Klappdeckel versehen und von Innen schaltbar sein.

Da Wasser gut leitet, ist es der natürliche Feind der Elektroinstallation. Im Freien lässt sich Feuchtigkeit aber nicht vermeiden. Falls Wasser in ein Elektrogerät eindringt, verhindert ein Fehlerstrom-Schutzschalter (FI-Schalter) weiteren Schaden. Er reagiert sofort auf gefährliche Fehlerströme. Ohne seine Hilfe könnte der Strom eines defekten Gerätes leicht über die Erde und den Menschen abgeleitet werden – vor allem, wenn dieser barfuß ist und daher einen guten Kontakt zum Boden hat. „Aus diesem Grund sind die lebensrettenden FI-Schalter Pflicht für alle Steckdosen-Stromkreise außerhalb des Hauses“, sagt Zander.

Anstatt sich im Außenbereich mit Verlängerungskabeln abzumühen, können sich Gartenfreunde für die Vorteile einer Energiesäule entscheiden. Darin befinden sich Steckdosen für mehrere Elektrogeräte. Die Säulen sind direkt an die elektrische 230-Volt-Installation des Wohnhauses angeschlossen – über Kabel, die im Erdreich verlegt sind. Allerdings gibt es elektrische Geräte, die für eine solche Stromzufuhr nicht infrage kommen. Fest installierte Vorrichtungen wie eine Pumpe am Teich müssen über einen eigenen Stromkreis an die elektrische Anlage des Hauses angeschlossen sein.

Für mehr Sicherheit gilt es, Wege, Grünflächen sowie Gartenhäuser ausreichend zu beleuchten. Wand- und andere Leuchten helfen, auf Treppen und unebenem Gelände sicher ans Ziel zu gelangen. Wird das Licht über Bewegungsmelder aktiviert, kann es auch vor ungebetenen Gästen schützen. Doch nicht jede Leuchte darf im Freien verwendet werden. Es ist daher ratsam, nur solche Modelle zu kaufen, die der „DIN EN 60598“ (VDE 0711) entsprechen und ein VDE-Prüfzeichen tragen.

Rat vom Elektrofachmann

Lichterketten mit aufgesetzten Lampenfassungen müssen so montiert werden, dass die Fassungen nach unten zeigen, damit kein Wasser eindringt.

Am besten setzen Gartenbesitzer in Sachen Elektroinstallation auf fachmännische Unterstützung. Der Elektrofachmann übernimmt die Planung sowie die Umsetzung der Außenausstattung und liefert passgenaue Lösungen.