Finanzierung

20 Prozent Startkapital für den Immobilienkauf

Der Eigenanteil ist wichtig für eine sichere Finanzierung – neben Zustand und Lage des Objektes

Aus Sorge vor einer Inflation investieren viele Bundesbürger in eine vermietete Wohnimmobilie. Doch nicht jedes Objekt eignet sich als eine Kapitalanlage. „Der Zustand des Objektes ist ein entscheidendes Kriterium für eine langfristige Ertragssicherung. Neben Keller, Dach und Fassade haben auch die sanitären Einrichtungen Einfluss auf die Vermietbarkeit“, sagt Ludwig Wiesbauer vom Immobilienvermittler PlanetHome. Als einen weiteren wichtigen Punkt nennt der Fachmann die Lage des Objektes. Wichtig sei, dass man beim Kauf auch auf eine gute Infrastruktur in der Umgebung achtet sowie das Entwicklungspotenzial des Standortes berücksichtige. Hier würden sich natürlich Großstädte wie Berlin, Hamburg oder München anbieten, aber auch kleinere Städte im weiteren Umkreis der Metropolen. Als Kapitalanlagen eignen sich sowohl Häuser als auch Eigentumswohnungen. Beide Objektarten haben jedoch Vor- und Nachteile. So kann zum Beispiel die Reparatur des Daches für einen Hausbesitzer sehr teuer werden, während derartige Arbeiten bei einer Wohnungseigentümergemeinschaft aus den monatlichen Rücklagen gezahlt werden.

In jedem Fall sollte die Finanzierung gut gesichert sein. „Auch wenn die Zinsen derzeit günstig sind, empfiehlt es sich für Immobilienkäufer und Bauherrn, mindestens 20 Prozent der Kaufsumme selbst in die geplante Finanzierung einzubringen“, sagt Jan Enno Einfeld, Leiter Beratung bei comdirect. Es gelte dabei folgende Faustregel, sagt Einfeld: Je mehr Eigenkapital der Immobilienkäufer mitbringt, desto niedriger sind die Zinsen. Doch auch die überwiegende Mehrheit der Bundesbürger ist sich dieser Kostenfalle bewusst – 32 Prozent der Befragten sind der Meinung, dass 20 bis 30 Prozent der Kaufsumme vorhanden sein sollte.