Steuer

Mehr Neubauten durch bessere Abschreibungen

Das Institut der Deutschen Wirtschaft Köln stellte eine Studie zur steuerlichen Abschreibung von Wohnimmobilien vor.

– Danach wirken sich die geltenden Abschreibungsregeln negativ auf die Neubautätigkeit und Sanierungen aus.

„Der BFW als Spitzenverband der unternehmerischen Immobilienwirtschaft fordert schon lange, die Abschreibungssätze für Mietwohnungen auf vier Prozent zu erhöhen, da die bisherigen zwei Prozent nicht den tatsächlichen Wertverzehr einer Immobilie widerspiegeln. Durch die Studie des IW Köln sehen wir uns daher nun auch wissenschaftlich bestätigt“, sagt Walter Rasch, Präsident des BFW Bundesverband Freier Immobilien- und Wohnungsunternehmen.

„Mit der Zwei-Prozent-Regel waren Neubauten und Sanierungen bisher steuerlich benachteiligt, was zur Verringerung der Bautätigkeit beigetragen hat. Wollen wir aber günstige Mieten in Deutschland sichern, muss der Wohnungsneubau entsprechend angekurbelt werden“, so Rasch. Nicht nur die Metropolregionen würden von einer erhöhten Abschreibung profitieren. Auch in schwierigen Gegenden würde sich der Mietwohnungsneubau entwickeln.

Beim jetzigen Abschreibungssatz von zwei Prozent lohnt sich für Vermieter keine umfassende Sanierung, sondern nur kleinere Maßnahmen, die steuerlich geltend gemacht werden können. In der Folge lohnen sich umfangreiche Maßnahmen häufig nicht, obwohl sie sowohl aus wirtschaftlichen als auch aus Klimaschutzgründen sinnvoll wären.