Insekten

Mit Fliegengitter und Moskitonetz gegen Mücken

Mückengitter und Moskitonetze dürften in den kommenden Wochen gefragte Gegenstände in den Überschwemmungsgebieten in Süd- und Ostdeutschland werden.

„Mücken vermehren sich in Brackwasser“, sagt Bärbel Holl vom Verein zur Förderung ökologischer Schädlingsbekämpfung (VFöS) in Düsseldorf. Schon eine verschmutzte Wasserlache in einem alten Eimer reiche aus, damit sich Hunderte der stechenden Insekten bilden. Eine umso größere Gefahr geht bald von feuchten Senken in den betroffenen Hochwasserregionen aus.

Bärbel Holl sieht wenig Chancen, dass der Einzelne der drohenden Mückenplage Herr wird. Sie empfiehlt jedoch, als erstes Fliegengitter an allen Fenstern anzubringen. „Das ist immer gut.“ Außerdem rät sie, als Schutz vor der Mückenplage nachts unter einem Moskitonetz zu schlafen. Das sei in nordeuropäischen Regionen, die regelmäßig von großen Mückenscharen heimgesucht werden, gang und gäbe.

Nur ein paar Stunden wirksam, aber dennoch sinnvoll sind Holl zufolge auch Insektenabwehrmittel zum Auftragen auf die Haut. Denn Stechmücken werden vom Geruch des menschlichen Körpers besonders angezogen. Aus diesem Grund hält sie es auch für wenig sinnvoll, nur im Dunklen zu lüften. Licht ziehe zwar fliegende Insekten an, aber Mücken finden ihre Opfer anhand des Geruchs auch ohne Beleuchtung.

Einen Versuch wert sind neben den Abwehrmitteln auch andere, für Mücken unangenehme Gerüche: etwa Zitronenscheiben, die dicht mit Nelken besteckt sind. „Auch Zitronella, das verdampft wird, kann Mücken vom Körper fernhalten“, erläutert die Expertin. Dabei handelt es sich um ätherisches Öl, das Verbraucher mit Wasser in einer Duftlampe verdunsten.

Von elektrisch betriebenen Verdampfern mit Insektiziden rät Holl dagegen vehement ab. Sie enthalten in der Regel die Chemikalie Permethrin. „Ich warne davor. Das ist ein starker Stoff, der der Gesundheit schaden kann.“ Zumindest vorübergehend könne der Dampf die Atemwege beeinträchtigen und die Schleimhäute reizen.