Anreizsysteme

Förderung für selbst genutztes Wohnungseigentum

Immobilienverwalter fordern mehr finanzielle Anreize zur energetischen Sanierung. Oft fehlen ausreichende Rücklagen

In der Diskussion um Wohnungseigentum hat sich der Dachverband Deutscher Immobilienverwalter DDIV zu Wort gemeldet. Mit Blick auf die Energiepreise und die Wohnungsknappheit in Ballungsgebieten seien Förderungen und steuerliche Abschreibung bei der Schaffung von Wohnungseigentum oder dem „Wohnriester“ nötig, um selbstgenutzten Wohnraum zu schaffen – unabhängig vom Miet- und Wohnungsmarkt. Wohnungseigentum, gerade in Hinsicht auf die Altersvorsorge, müsse daher stärker in den Blickwinkel der Politik rücken, so der Verband.

Neue finanzielle Anreizsysteme würden es zum Beispiel Wohnungseigentümergemeinschaften (WEG) ermöglichen, mehr in den Klimaschutz zu investieren. Ein zusätzlicher finanzieller Anreiz bei energetischer Sanierung und gleichzeitigem altersgerechtem Umbau wären weitere Möglichkeiten, um WEG‘s zu ermuntern, Investitionen zu tätigen. Diese würden nicht nur dem Baugewerbe und angeschlossenen Dienstleistern der Immobilienwirtschaft Planungssicherheit bieten, sondern auch Mietern eine größere Auswahl an hochwertigen, energieeffizienten Wohnraum eröffnen. Selbstnutzende Eigentümer würden ebenso zum Erreichen klimapolitischer Ziele innerhalb der WEG beitragen.

Die größten Hemmnisse energetischer Sanierung sind ungenügende Instandhaltungsrücklagen oder Hausgeldrückstände. In der Folge sind Banken oft nicht bereit, entsprechende Maßnahmen durch Kredite zu finanzieren. In diesem Zusammenhang kritisiert auch der Eigentümerverband Haus & Grund die Pläne, auch bei Neuvermietungen eine Mietpreisbremse einzuführen. Real seien, so der Generalsekretär Kai Warnecke, die Mieten in 2012 in Deutschland um 0,8 Prozent gesunken. Die höheren Wohnkosten seien auf die verteuerten Energiepreise zurückzuführen.