Finanzierung

Auswahlkriterien beim Immobilienkauf

Studien zeigen, dass weiterhin Lage und Größe des Objekts sowie der Preis die wichtigsten Faktoren für Eigenheimerwerb sind

Für ein Fünftel der Deutschen ist der energetische Zustand eines Gebäudes das wichtige Auswahlkriterium beim Immobilienkauf. Allerdings, so die Deutsche Energie-Agentur (dena), bestehe in Bezug auf Qualität und Glaubwürdigkeit beim Energieausweis noch Nachholbedarf. Verlässliche Standards und Vertrauen in die Ausweise erhofft man sich von Stichprobenkontrollen, die voraussichtlich ab 2014 eingeführt werden sollen.

Auch Bauweise ist relevant

Als weitere Kriterien bei der Eigenheimwahl werden Garten oder Balkon genannt. Darauf bestehen 14 Prozent der Befragten in einer repräsentativen Studie des Meinungsforschungsinstituts Forsa, und für 19 Prozent ist die Bauweise relevant. Die klassischen Auswahlkriterien sind allerdings weiterhin am wichtigsten: Die Lage zählt für 63 Prozent der Befragten, die Größe der Immobilie für 31 Prozent, und der Preis ist entscheidender Faktor für 28 Prozent.

In diesem Zusammenhang ist interessant, dass die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) seit dem 1. März 2013 das Förderprogramm 167 "Energieeffizient Sanieren - Ergänzungskredit" anbietet, einen Zuschuss bis zu 50.000 Euro pro Wohneinheit.

Diese Fakten sind umso wichtiger, wenn man die bundesweiten Immobilienpreise für ein durchschnittliches Eigenheim (125 Quadratmeter Grundfläche, mittlerer Wohnwert) mit den Jahresnettoeinkommen vergleicht.

So müssen laut IVD-Bundesverband die Käufer in Berlin zum Beispiel das 7,74-fache des Jahresnettoeinkommens für ein Eigenheim zum Durchschnittspreis von 250.000 Euro zahlen, während man zum Beispiel für ein vergleichbares Haus in München mit einem Durchschnittspreis von 645.000 Euro sogar das 13,61-fache Jahresnettoeinkommen aufbringen muss.