Holzfaserdämmung

Dämmstoffe wirken auch als Hitzeschutz

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Achim Zielke

Holzfaser als Puffer für Dach und Fassade haben sich bewährt

Damit in der warmen Jahreszeit das eigene Haus nicht unversehens zur Sauna wird, empfiehlt sich das Dämmen von Dachflächen und Außenwänden mit Dämmstoffen aus Holzfasern. Diese schützen die Wohnräume zuverlässig vor einem Übermaß an Hitze. Der Verband Holzfaser Dämmstoffe (VHD) erläutert, wie das funktioniert.

"Selbst in der heißen Jahreszeit braucht man in den eigenen vier Wänden nicht unverhältnismäßig stark zu schwitzen. Denn eine holzfasergedämmte Fassade und ein ebenso fachmännisch gedämmtes Dach puffern die Hitze. Dieser Schutzschild-Effekt bewirkt, dass sich die Wohnräume selbst während der Mittagszeit nicht aufheizen. In Neubauten wie auch in energetisch sanierten Häusern erweist sich eine Holzfaserdämmung daher als Bollwerk gegen unangenehm hohe Temperaturen", sagt Tobias Wiegand, Geschäftsführer beim Verband Holzfaser Dämmstoffe.

Tests über Wärmeempfinden

Ob wir uns in einem Raum wohlfühlen, hängt von der Raumtemperatur, der Raumoberflächentemperatur, der Luftbewegung und der Luftfeuchte ab. Schon geringfügige Veränderungen einer oder mehrerer dieser vier Einflussgrößen wirken sich auf das individuelle Behaglichkeitsempfinden aus. Im Winter beispielsweise wird eine Raumtemperatur von weniger als 19 Grad zumeist als "unbehaglich kühl" empfunden. Ebenso sensibel reagiert unser Empfinden im Sommer: Bei Raumtemperaturen bis 23 Grad fühlen wir uns zumeist "wohl und behaglich", bis 25 Grad "noch behaglich", darüber hinaus aber eher "unbehaglich". Diese Ergebnisse vergleichender wissenschaftlicher Untersuchungen legen nahe, dass man dem sommerlichen Hitzeschutz bei der Dämmstoffwahl eine ebenso große Bedeutung beimessen sollte wie dem Wärmeschutz im Winter. Maßgeblich für den sommerlichen Hitzeschutz sind bei Dämmstoffen generell folgende drei Eigenschaften: eine möglichst niedrige Wärmeleitfähigkeit, ein hohes Raumgewicht sowie eine hohe spezifische Wärmekapazität. Vor allem bei Holzfaserdämmstoffen sind diese drei Eigenschaften in einer Weise ausgeprägt, die für den sommerlichen Hitzeschutz besonders günstig ist.

Fachgerecht an Dachflächen und Außenwänden montierte Holzfaserdämmplatten bewirken zudem eine erhöhte Wärmespeicherkapazität; das heißt, dass große Mengen Wärmeenergie vom Dämmstoff aufgenommen werden und nur zum Teil ins Haus gelangen können.

Dass im Sommer das Klima in holzfasergedämmten Gebäuden als wesentlich angenehmer empfunden wird als in einer ungedämmten Wohnung, ist auf die offene Kapillarstruktur der verbauten Holzfaserdämmstoffe zurückzuführen. Die Temperaturspitzen werden durch das für eine Holzfaserdämmung charakteristische gute Wärmespeicherungsvermögen merklich abgemildert.

Vereinfacht lässt sich sagen: Mit einer Holzfaserdämmung wird die Hitze großteils ausgesperrt. Die klimaregulierende Wirkung fachgerecht verbauter Holzfaserdämmstoffe trägt somit zum Wohlgefühl der Bewohner bei. Gerade an heißen Tagen macht sich das natürliche Dämmmaterial angenehm bemerkbar.