Wohnung

Mietspiegel geben beiden Seiten Orientierung

Bei laufenden Mietverhältnissen ist die ortsübliche Vergleichsmiete die absolute Obergrenze für mögliche Mieterhöhungen.

- Anders als bei einer Neuvermietungen darf die Miete nicht über diesen Wert steigen, erklärt der Deutsche Mieterbund in Berlin.

Anhand eines Mietspiegels können Mieter leicht überprüfen, ob eine Erhöhung durch den Vermieter gerechtfertigt ist. Erstellt werden diese Preisübersichten entweder von der Stadt selbst oder von den örtlichen Eigentümer- und Mietervereinen gemeinsam. Allerdings gibt es nicht für jeden Ort eine entsprechende Übersicht.

In Deutschland verfügen 538 Städte und Gemeinden über einen Mietspiegel. Obwohl es keine gesetzliche Verpflichtung gibt, Mietspiegel zu erstellen, haben derzeit zwölf von 13 Metropolen mit mehr als 500.000 Einwohnern einen Mietspiegel. Bremen ist bei dieser Auflistung die einzige Stadt der Größenordnung ohne eine entsprechende Preisübersicht.

Grundsätzlich gilt bei Mieterhöhungen für laufende Mietverträge: Die Miete darf in drei Jahren höchstens um 20 Prozent angehoben werden. Um eine mögliche Überteuerung in beliebten Stadtteilen zu vermeiden, können künftig die Länder für Städte oder Stadtteile, in denen die Versorgung mit angemessenem Wohnraum gefährdet ist, festlegen, dass die Miete hier in drei Jahren nur noch um 15 Prozent steigen darf.

Die in den Mietspiegeln ausgewiesenen Beträgen zeigen immer die monatliche Miete je Quadratmeter Wohnfläche an. Die Beträge stellen die Netto-Kaltmiete dar, also ohne die üblichen Betriebskosten.