Baukredite

Jeder Zweite möchte eine Immobilie erwerben

Viele Bundesbürger sehen derzeit laut Umfrage einen guten Zeitpunkt für eine Finanzierung ihres Eigenheims

Die Zinsen schrumpfen, aber der Mut wächst: Angesichts des anhaltenden Sinkflugs beim Baugeld trauen sich zu Jahresbeginn wieder zunehmend mehr Bundesbürger den Bau oder Kauf eines Eigenheims zu. Das zeigt der Stimmungsindex Baufinanzierung, der auf regelmäßigen Umfragen des Meinungsforschungsinstituts Forsa im Auftrag von comdirect beruht. Demnach sieht derzeit mehr als jeder zweite Bundesbürger (56 Prozent) einen guten Zeitpunkt für eine günstige Immobilienfinanzierung. Noch im November lag der Wert leicht höher (58 Prozent).

Die Befragung zeigt, dass Männer (59 Prozent) die Lage noch optimistischer beurteilen als Frauen (53 Prozent). Deutlich größer ist die regionale Kluft: Während im Westen der Republik 60 Prozent die derzeitigen Bedingungen attraktiv finden, sind es in Ostdeutschland lediglich 40 Prozent.

Die Sparkassen rechnen im neuen Jahr ebenfalls mit einer anhaltend regen Nachfrage nach Immobilien im Bundesgebiet. "Auch wenn sich die deutsche Wirtschaft abkühlt, wird das Interesse an Immobilien hoch bleiben", sagte der Präsident des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes (DSGV), Georg Fahrenschon und warnte zugleich vor Übertreibungen.

In einzelnen städtischen Regionen gebe es durchaus "Überhitzungen". Dort gelte es, "genau zu prüfen, ob die Preise noch realistisch sind".

In deutschen Ballungszentren, wo internationale Investoren engagiert seien, "liegen die Immobilienpreise teilweise am oberen Rand", gab Fahrenschon zu bedenken. Eine gefährliche Spekulation sieht der DSGV-Präsident jedoch nicht.

( BM )