Luftzufuhr

Fenster mehrmals täglich komplett öffnen

Auch in der kalten Jahreszeit ist regelmäßiges Lüften für ein gesundes Wohnklima notwendig

Werden die Außentemperaturen immer niedriger, arbeitet die Heizung auf Hochtouren. Um möglichst wenig Wärme zu verlieren, wird dann das Lüften der Räume häufig vermieden. Was viele nicht wissen: Richtiges Lüften verbessert das Wohnklima und spart gleichzeitig Heizkosten. Darauf weist die Deutsche Energie-Agentur GmbH (dena) hin. Die dena hat deshalb die wichtigsten Tipps zum richtigen Lüften zusammengestellt.

In einem Drei-Personen-Haushalt entstehen täglich rund acht Liter Wasser durch Menschen, Tiere und Zimmerpflanzen sowie durch alltägliche Arbeiten, wie Kochen und Putzen, bei denen Wasserdampf an die Raumluft abgegeben wird. Die Feuchtigkeit kondensiert bei geschlossenen Räumen an den kalten Wänden, im schlimmsten Fall entsteht Schimmel.

Um das zu vermeiden, sollte regelmäßig und richtig gelüftet werden: das heißt, die Fenster mehrmals täglich für kurze Zeit komplett zu öffnen. So wird die feuchte Luft schnell ausgetauscht und der Energieverlust gering gehalten. Durch das weit verbreitete Kipplüften hingegen erneuert sich die Luft nur sehr langsam. Werden mehrere Räume gleichzeitig gelüftet, ist es sinnvoll, die Türen der Räume zu öffnen, um "Durchzug" zu erzeugen. Soll allerdings nur ein Raum gelüftet werden, beispielsweise nach dem Kochen oder Duschen, empfiehlt es sich, die Tür geschlossen zu lassen, damit sich die Feuchtigkeit nicht in anderen Räumen verteilen kann.

Ist das Thermostatventil des Heizkörpers beim Lüften geöffnet, wird Wärme nach außen verheizt. Das verbraucht unnötig viel Energie. Daher sollte das Heizkörperventil beim Lüften abgedreht werden. Auch nachts sollte die Raumtemperatur verringert werden.

Heizkörper brauchen Platz. Oft sind sie hinter Gardinen oder Möbeln verborgen. Dadurch wird die Wärmeabgabe der Heizkörper an den Raum eingeschränkt. Daher empfiehlt es sich, Heizkörper frei zu lassen und nicht zu verdecken. Auch Thermostatventile dürfen nicht verstellt oder hinter Vorhängen verschwinden, sonst droht ein Wärmestau. Außerdem können dicke Lackschichten auf dem Heizkörper durch zu viele Anstriche die Wärmeabgabe ebenfalls behindern.