Sicherheit

Wintercheck an Dach, Regenrinnen und Co.

Den ersten Nachtfrost hatten wir bereits - länger anhaltende Kälte kann großen Schaden anrichten

In den ersten Novemberwochen ist noch Zeit für einen kritischen Blick auf Dach und Regenrinne. Bevor es richtig kalt wird, sollte sichergestellt sein, dass Eis und Schnee im kommenden Winter keine unnötigen Scherereien machen. Denn Schnee, Eis und Schmelzwasser können am Haus einige Schäden anrichten.

Rechtzeitig vor dem ersten Frost sollten Eigentümer daher einen kurzen Wintercheck machen. Wie das Haus frostfest wird, erklärt Ulrich Scholz von der Bayerischen Ingenieurekammer-Bau.

Überprüft werden sollte, ob alle Ziegel heil sind. Spalten oder Risse bleiben im Sommer meist unbemerkt. Friert darin im Winter aber Wasser, können sie brechen. Im Frühjahr kann es böse Überraschungen, geben, wenn Schmelzwasser ins Dach fließt.

Die Rinnen und Fallrohre müssen auf Verstopfungen untersucht werden. Hindert zum Beispiel Herbstlaub das Wasser am Abfließen, bleibt es in der Rinne oder im Rohr stehen. Bei Frost besteht dann die Gefahr, dass die Rohre platzen.

Frostgefährdet sind auch Wasserleitungen. Zum Beispiel, wenn sie außen verlegt sind oder in ungeheizten Teilen des Hauses liegen. Diese Rohre sollte der Eigentümer vor der Frostperiode entleeren. Dann kann Eis darin keinen Schaden anrichten.

Auch der Boden in der Garage ist gefährdet. Das aggressive Streusalz tropft vom geparkten Wagen auf den Boden. Besonders wenn dort Stahl verarbeitet ist, sollten sich Autofahrer den Boden im Herbst noch einmal gut anschauen. Betonböden sind in der Regel beschichtet. Ist dieser Schutz allerdings beschädigt, kann das Salz in den Beton sickern. In etwa drei bis fünf Zentimetern Tiefe liegt eine Stahlbewehrung, die kein Salz verträgt. Gleiches gilt für das Garagentor. Fährt der Wagen mit seinen salzigen Reifen immer über eine Laufschiene aus Stahl, muss diese gut beschichtet sein.