Wohnformen

Wenig Lust auf Leben in der Senioren-WG

73 Prozent der befragten Bundesbürger wollen laut aktueller Umfrage alles beim Alten belassen

Die große Mehrheit der Bundesbürger will im Alter so lange wie möglich in vertrauter Umgebung wohnen. Für 73 Prozent der Deutschen ist das eigene Haus oder die eigene Wohnung der bevorzugte Ort für den Ruhestand. Das geht aus einer repräsentativen Umfrage von Forsa im Auftrag von comdirect hervor.

Nur ein geringer Teil zieht für den Lebensabend eine alternative Wohnform in Betracht. Am größten sind die Sympathien für das Projekt Mehr-Generationen-Haus. Immerhin elf Prozent der Befragten können sich vorstellen, später mit Menschen verschiedener Altersgruppen unter einem Dach zu wohnen. Mit den eigenen Kindern oder anderen Verwandten möchten indes nur fünf Prozent der Bundesbürger ihre Wohnung teilen. Genauso groß ist der Anteil der Menschen, die es in eine Wohnanlage für Senioren zieht. Auf noch weniger Gegenliebe stößt nur die Vorstellung von der Senioren-WG. Lediglich vier Prozent der Befragten wollen im Alter das Gefühl des Studenten-Daseins vergangener Tage wiederaufleben lassen.

Den Eigentümern (83 Prozent) einer Immobilie ist es ein besonderes Anliegen, auch später noch in den eigenen vier Wänden zu wohnen. Bei Mietern (63 Prozent) ist der Wunsch weniger stark ausgeprägt. Dafür können sich überdurchschnittlich viele Mieter (15 Prozent) vorstellen, im Alter in einem Mehr-Generationen-Haus zu leben. Bei Eigentümern sind es hingegen nur sechs Prozent. Vor allem für Frauen (13 Prozent) und junge Menschen im Alter von 18 bis 29 Jahren (18 Prozent) ist die Idee des Zusammenlebens mehrerer Altersgruppen reizvoll.