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Das Büro im Zimmer nebenan

Ist das Arbeitszimmer Mittelpunkt der beruflichen Tätigkeit, sind alle Kosten steuerlich abziehbar

Immer mehr Menschen fahren morgens nicht mehr zur Arbeit - sie gehen einfach in ihr Büro im eigenen Haus. Computer und Internet machen es möglich: Ob als Freiberufler, Kreativer und Berater, ob als Handwerker, Vertriebsmitarbeiter oder Masseur. Durch den Wegfall der Arbeitswege bleibt mehr Zeit für die Familie und für Hobbys. Wer zu Hause gute Ergebnisse erzielen möchte, sollte das Arbeitszimmer aber sorgfältig planen.

Das moderne Home Office muss ein vollwertiges Büro sein - nur eben nicht auf dem Gelände einer Firma, sondern zu Hause. Um dem professionellen Anspruch der Arbeit gerecht zu werden, ist eine entsprechende Atmosphäre wichtig. Dazu gehört auch, dass das Arbeitszimmer weder in der Küche noch in einem Flur untergebracht sein sollte. Ein separates Zimmer mit Tür ist optimal. Außerdem muss man genug Platz für einen großen Schreibtisch, einen bequemen Stuhl und Aktenregale und Technik einplanen. Hausbauunternehmen und Architekten haben sich mit ihren Hausentwürfen auf die wachsende Nachfrage in diesem Bereich eingestellt. Fertighausanbieter wie Okal haben extra Entwürfe im Angebot, die sich ideal für das Wohnen und Arbeiten unter einem Dach eignen. "Eine gute Beratung durch unsere Industrie und Handelskammer-zertifizierten Bauberater ist für den Schritt zum Wohnen und Arbeiten unter einem Dach im Neubau zu empfehlen", so Friedemann Born, Geschäftsführer von Okal.

Ein Büro im eigenen Haus rechnet sich oft finanziell. "Wenn man als Beispiel ein Büro oder Lager für 1000 Euro im Monat Miete nimmt und dazu dann noch die Miete oder Finanzierungskosten der Wohnung oder des privaten Einfamilienhauses addiert, kommt man auf eine Belastung, die man beim Neubau eines Hauses zum Wohnen und Arbeiten tatsächlich reduzieren kann", sagt Born. Wer sowohl im Büro als auch von zuhause aus arbeitet, kann steuerlich einiges absetzen. Ein häusliches Arbeitszimmer ist absetzbar. Kosten bis 1250 Euro können abgezogen werden, wenn ansonsten kein beruflicher Arbeitsplatz zur Verfügung steht. Stellt das Arbeitszimmer den Mittelpunkt der beruflichen Tätigkeit dar, sind alle dafür entstehenden Kosten abziehbar.