Betriebskosten

Bei Neubauten auf die Folgekosten achten

Die jährlichen Betriebskosten sind abhängig von der Wohnfläche und dem Verbrauch

Einer der häufigsten Streitpunkte bei fehlerhaften Betriebskostenabrechnungen ist die Frage nach dem richtigen Verteilerschlüssel. Der Deutsche Mieterbund erläutert: Mindestens 50 Prozent und höchstens 70 Prozent der Heizkosten müssen nach Verbrauch abgerechnet werden. Die Wohnungen müssen mit Zählern ausgerüstet sein, die einmal im Jahr abgelesen werden. Die restlichen 30 bis 50 Prozent der Heizkosten werden meistens nach der Wohnfläche verteilt. Der Vermieter legt dafür den konkreten Aufteilungsmaßstab einmalig fest. Ändern kann er ihn nur ausnahmsweise, etwa nach einer energetischen Modernisierung.

Bei älteren Gebäuden ist eine Aufteilung von 70 Prozent nach Verbrauch und 30 Prozent nach Wohnfläche vorgeschrieben. Voraussetzung ist, dass das Gebäude die Anforderungen der Wärmeschutzverordnung von 1994 nicht erfüllt. Außerdem muss es mit Öl oder Gas geheizt werden und freiliegende Heizleitungen müssen gedämmt sein.

Übrige Betriebskosten wie Grundsteuer, Gartenpflege, Hausreinigung oder Wasser werden entweder nach Wohnfläche oder nach Personenzahl auf die Mieter im Haus verteilt. Entscheidend ist immer, was im Mietvertrag steht. Fehlt eine entsprechende Regelung, gilt im Zweifel die Wohnfläche als richtiger Verteilerschlüssel.