Energieverbrauch

Spartricks für die Stromrechnung

Steckerleisten und LED-Lampen helfen den Verbrauch zu senken und Kosten zu reduzieren

Die Heizung richtig einstellen und beim Gerätekauf auf Energieeffizienz achten: Schon mit kleinen Tricks können Verbraucher ihren Wärme- und Stromverbrauch senken, etwas für die Umwelt tun und den Geldbeutel schonen.

Im Herbst und Winter lässt sich am meisten sparen, wenn die Heizkosten unter Kontrolle sind. Wichtig ist vor allem das richtige Öffnen der Fenster. "Zum Lüften sollte man die Fenster mehrmals täglich nur 10 bis 15 Minuten aufmachen und nicht dauerhaft in Kippstellung haben", rät Birgit Holfert, Energieberaterin beim Verbraucherzentrale Bundesverband in Berlin. Zudem sei es sinnvoll, für eine konstante Raumtemperatur Thermostatventile zu installieren. Zudem empfiehlt die Verbraucherberaterin, im Winter die Jalousien herunterzulassen oder dicke Vorhänge vor den Fenstern anzubringen.

Auch Haushaltsgeräte können helfen, den Energieverbrauch zu senken, vor allem, wenn sie auf dem technisch neuesten Stand sind. Außerdem spielt der Standort der Geräte eine Rolle. "Je wärmer es ist, desto höher ist auch der Stromverbrauch", erläutert Holfert für Kühlgeräte. Daher sollte die Temperatur in den Räumen, in denen Kühlgeräte in Betrieb sind, nach Möglichkeit nicht über 20 Grad steigen. "Selbst wenn man ein noch funktionierendes altes Gerät hat, kann sich ein Austausch lohnen. Die Kosten amortisieren sich innerhalb weniger Jahre", sagt Holfert.

Ebenso verbrauche Computertechnik viel Energie - das gelte besonders für Rechner, die aufwendige Grafikkarten haben. Laut dem Umweltbundesamt verursachen solche PCs jährlich etwa 151 Euro an Stromkosten, während sparsame Modelle nur eine Rechnung von 18 Euro produzieren.

Besonders ineffizient sind Glühbirnen. Sie wandeln nur fünf Prozent der Energie in Licht um, der Rest verpufft als Wärme im Raum. Besser seien Energiesparlampen und LED-Lampen, sagt Sophie Fabricius, Kampagnenleiterin der gemeinnützige Beratungsgesellschaft co2online in Berlin. Egal, ob Lampen oder Geräte: Was nicht benutzt wird, muss ausgeschaltet werden - und zwar richtig. "Sobald an irgendeinem Gerät ein kleines Lichtlein brennt, bedeutet das, dass es noch Strom verbraucht", erläutert Fabricius. Geräte, die nicht komplett ausgeschaltet werden können, sollten an einer abschaltbaren Steckerleiste hängen. Sonst entstehen sogenannte Leerlaufverluste. Allein in Deutschland belaufen sich diese Kosten laut Umweltbundesamt auf mindestens vier Milliarden Euro pro Jahr. Bis zu 500 Kilowattstunden kann ein Haushalt mit drei bis vier Personen im Jahr durch einfache Regeln sparen. Das sind bei einem Verbrauch von etwa 4000 Kilowattstunden im Jahr gut zwölf Prozent des Gesamtverbrauchs.

Langfristig senken die Verbraucher ihre Kosten mit einer zunächst großen Investition in eine Energetische Sanierung. Die Dämmung der Außenwände ist dabei laut Michael Bade, Energieexperte des Umweltbundesamtes in Dessau-Roßlau, eine wichtige Maßnahmen. "Über die Wände können etwa 30 Prozent der Wärme verloren gehen."

Eine weitere Maßnahme ist der Austausch der Fenster. Sophie Fabricius rät: "Den Heizkessel gegen einen kleineren austauschen, die Heizpumpe erneuern oder den Heizträger wechseln - all das sind Dinge, die zur Steigerung der Energieeffizienz beitragen können."