IFA-Trends

Die Haushaltsgeräte der Zukunft

Hersteller nehmen bei ihren aktuellen Marktneuheiten Kundenwünsche stärker in den Blick

Maßgeschneiderte Produkte, die auf die Wünsche der Verbraucher eingehen, haben die Hersteller von Haushaltsgeräten vor wenigen Tagen auf ihrem Branchentreffen IFA in Berlin vorgestellt. Zu den Neuheiten gehören in diesem Jahr Produkte, die sich an Kunden mit besonderen Ansprüchen richten. Die Firma Dyson hat einen Staubsauger entwickelt, der sich vor allem an den Bedürfnissen von Menschen orientiert, die ihr Heim mit Katze, Hund oder Kaninchen teilen. Nach Herstellerangaben lassen sich mit dem handlichen Gerät Tierhaare leicht von Polstern, Autositzen oder Möbeln entfernen. Auch kleinere Geruchsprobleme soll der neue Sauger hygienisch einwandfrei lösen können.

Explizit für Allergiker hat die Firma Miele eine Waschmaschine mit Namen "Medicwash" entwickelt, die Hausstaubmilben auch schon bei niedrigen Waschtemperaturen abtöten soll. Auch andere Hersteller setzen künftig auf niedrigere Waschtemperaturen und damit einem niedrigeren Energieverbrauch. Statt der inzwischen üblichen 20 Grad schafft Bauknechts Waschmaschine "Ecostyle" Schmutz bereits bei 15 Grad. Und das bei perfekter Farbbeständigkeit und gleicher Waschleistung wie mit einem Programm bei 40 Grad mit normalem Waschmittel, verspricht der Hersteller.

Saubere und keimfreie Wäsche trotz niedriger Waschtemperaturen sind besonders für Familien mit kleinen Kindern wichtig. Eine Waschmaschine für diese Zielgruppe mit antibakterieller Tür-Manschette und Waschmittelschublade bietet Haier Deutschland an. Die spezielle Beschichtung halte während der gesamten Lebensdauer der Maschine, versichert der Hersteller.

Moderne Haushaltsgeräte verbrauchen heute bis zu 70 Prozent weniger Strom als die Modelle, die vor 15 Jahren auf den Markt kamen. Obwohl sich Hersteller in den vergangenen Jahren vor allem damit beschäftigt haben, möglichst ressourcenschonende Geräte zu entwickeln, bergen Haushaltsgeräte noch immer ein großes Energiesparpotenzial, wie die Gesellschaft für Unterhaltungs- und Kommunikationselektronik in Frankfurt betont. Wer heute Kühlschrank, Waschmaschine oder Staubsauer erneuert, schaut auch deshalb genau auf die Energiebilanz der Geräte. Mit 87 Prozent ist die Effizienz eines Kühlschranks für die Konsumenten das wichtigste Kaufkriterium, zeigt eine Studie der Deutschen Energie-Agentur. Effiziente Kühl- und Gefrierschränke verbrauchen nicht nur wenig Strom, sie bieten auch möglichst schonende Lagerung mit Feuchtigkeitsregulierung, getrennten Lagerfächern für Lebensmittel mit unterschiedlichen Ansprüchen oder Null-Grad-Bereichen. Zwei getrennte Kreisläufe fürs Kühlen und Gefrieren hat "sensorControl" von Siemens. Sensoren messen den Angaben zufolge ständig die Außen- und Innentemperaturen. Um Qualitätsverluste beim Einfrieren möglichst gering zu halten, gilt im Lebensmittelhandel: Möglichst schnell schockfrosten. Bauknecht ermöglicht dies in Privathaushalten mit der "LUMiQ-Serie". Nach Firmenangaben kann das Gerät Lebensmittel dreimal schneller gefrieren als im herkömmlichen Prozess. Aussehen, Geschmack und Geruch der so schockgefrorenen Produkte blieben erhalten.

Immer mehr Hobbyköche wollen zu Hause kochen wie die Profis. Die Industrie bietet dafür verschiedene Hilfsmittel an. "Als vollautomatischen Koch für zu Hause" bewirbt AEG seine Messe-Neuvorstellung. Der "AutoSense" ist ein vollautomatischer Backofen mit extragroßem Garraum. Nutzer können aus fünf Kategorien fürs Backen und Braten wählen.