Fertighäuser

Umweltgerecht und wertbeständig

Mit Komponenten, die die Energiebilanz der Immobilie verbessern, sind Bauherren auf der sicheren Seite

Trends ändern sich schnell. Ob es um Autos, Mode oder Häuser geht - der Zeitgeist bestimmt die Richtung. Das Design, die Farben und Formen von Produkten spiegeln gesellschaftliche Debatten und Entwicklungen. Mit Werkstoffen, die dem Wohlbefinden dienen, mit haustechnischen Systemen, die den Wohnkomfort erhöhen, und mit Komponenten, die die Energiebilanz revolutionieren, baut man ökologisch und wertbeständig. "Im Moment sind Energiesparhäuser sehr gefragt. Die Bauherren legen viel Wert auf Fotovoltaik, Wärmepumpen oder Geothermie. Selber Sonnenstrom zu erzeugen ist auch mit der aktuell gekürzten Förderung auf lange Sicht rentabel. Denn der Strompreis wird weiter steigen", sagt Rüdiger Stumpf von der Stiftung Warentest.

Energieversorgungskonzepte sind in den letzten Jahren beim Fertigheimbau in den Fokus gerückt. Insbesondere steigende Heizkosten belasten die Budgets. Die Experten sind auf der Suche nach alternativen Energiequellen, zumal Deutschland mittelfristig noch den Ausstieg aus der Atomenergie plant. Künftige Hausbesitzer schauen sich daher verstärkt nach Möglichkeiten um, die nicht nur preisgünstige laufende Betriebskosten sichern, sondern auch so weit wie möglich Unabhängigkeit von den großen Energieversorgern bieten. Besonders beliebt sind Erdwärme und Solarthermie-Kombilösungen. Viele Bauherren statten ihre Häuser mit Kollektoren aus, um Sonnenenergie zu gewinnen und damit einen Großteil des eigenen Energiebedarfs im Haushalt zu decken. Intelligentes Bauen kombiniert hierbei ökologisches und qualitativ hochwertiges Bauen. Der Architektur sind trotzdem kaum Grenzen gesetzt. Es gibt Fertighäuser im futuristischen Design und viel Glas oder auch "konservativere" Bauten, die eher klassische Gemütlichkeit ausstrahlen. Jeder Bauherr entscheidet nach eigenem Geschmack und natürlich auch seiner Finanzkraft selbst, was gebaut wird.

Wer ein Fertighaus bauen möchte, sollte die Marktsituation ausloten und in jedem Fall den Rat von Experten einholen. Über Grundsätzliches sollte vorab Klarheit herrschen: Was für ein Haus möchte ich, soll es schlüsselfertig sein oder kann ich Eigenleistungen erbringen, wie schnell soll gebaut werden und welche Ausstattungsmerkmale soll es haben? Benötige ich unbedingt einen Keller oder eine Fußbodenheizung? Wie kann ich sichergehen, dass vereinbarte Abmachungen auch wirklich eingehalten werden? Alle diese und weitere Fragen sollten geklärt sein, bevor man einen Vertrag mit einem Fertighaushersteller unterschreibt, damit das Projekt nicht zu einer persönlichen Enttäuschung oder gar zu einem finanziellen Desaster wird.

Apropos Finanzierung: Sie sollte besonders akribisch bedacht sein. Es gibt verschiedene Modelle und auch hier sollten Bauherren sich nicht scheuen, Expertisen einzuholen.

Verschiedene Organisationen bieten persönliche Bauberatungen an. Dazu gehören neben den Verbraucherzentralen zum Beispiel auch technische Überwachungsvereine. Es gibt auch bundesweite Vereine wie Bauherren-Schutzbund, Verband privater Bauherren oder Wohnen im Eigentum, bei denen man allerdings Mitglied sein muss. "Bauherren sollten sich einen Berater nehmen, der während der Bauphase häufig auf der Baustelle ist und überprüft, ob die Vereinbarungen von den Firmen eingehalten werden", gibt Rüdiger Stumpf von Finanztest noch als Hinweis.