Verbraucher

Gründe für den Verkauf der Immobilie

Laut Studie sind Umzug und Versetzung die Hauptmotive - danach folgen Trennung und Todesfall

Bis der Tod sie scheidet: Für 51 Prozent und damit jeden Zweiten wären der Tod eines Lebenspartners oder die Scheidung ein Grund, sich von der eigenen Immobilie zu trennen. Ein noch triftigerer Anlass für den Verkauf wären für 59 Prozent ein Arbeitsortswechsel oder ein Umzug. Das ergab eine Studie des Immobilien- und Finanzierungsvermittlers PlanetHome.

Der Verkauf einer Immobilie ist für viele Menschen ein schwieriges Unterfangen. "An jedem Objekt hängen Erinnerungen wie die Geburt der Kinder, Familienfeiern oder der Alltag mehrerer Lebensjahrzehnte. Die eigene Immobilie ist für viele ein Teil des Lebens", sagt Ludwig Wiesbauer, Vorstand der PlanetHome AG. Dennoch sei es wichtig, mögliche Verkaufszeitpunkte rechtzeitig zu durchdenken. Wiesbauer: "Nur wer den Verkauf der Immobilie frühzeitig plant, kann Druck und damit ein schlechtes Verkaufsergebnis vermeiden."

Laut Online-Studie von PlanetHome sind Umzug, Versetzung, Scheidung, Tod eines Partners sowie ein finanzieller Engpass die wichtigsten Verkaufsgründe. Bei Arbeitslosigkeit würden 40 Prozent die Veräußerung erwägen, bei Nachwuchs oder dem Auszug der Kinder 31 Prozent. Um eine Wertsteigerung zu realisieren, würde jeder Vierte sein eigenes Heim aufgeben. Wiesbauer: "Bestimmte Ereignisse wie der Auszug der Kinder, der eigene Renteneintritt oder ein gewinnbringender Verkauf sind durchaus planbar. Nachdem die Preise für Immobilien in einigen Städten zuletzt um mehr als 50 Prozent gestiegen sind, ist ein Verkauf gerade auch aus Renditegründen eine Überlegung wert." Nach zehn Jahren Haltedauer darf das Objekt sogar steuerfrei veräußert werden. Doch auch die Zeit des Ruhestandes kann einen Verkauf einleiten. Wenn das Einfamilienhaus nicht altersgerecht ist, ist der Wechsel in eine barrierefreie Stadtwohnung überlegenswert.

Um eine Weltreise zu unternehmen oder in andere Geldanlagen zu investieren, würde dagegen nur etwa jeder Zehnte einen Verkauf erwägen.

Für die Studie wurden 1176 Personen in Düsseldorf, Hamburg, München, Nürnberg, Berlin und Frankfurt am Main zwischen 31. Oktober und 8. November 2011 befragt.