Finanzierung

Hohe Nachfrage, schrumpfendes Angebot

Die Preise für Wohneigentum klettern im zweiten Quartal 2012 auf einen neuen Höchststand

Der massive Preisanstieg für Wohnimmobilien setzt sich auch im zweiten Quartal fort. Vor allem Wohnungen und Häuser im Bestand werden deutlich teurer angeboten als im Vorjahr. Das zeigt der aktuelle Angebotspreisindex IMX von ImmobilienScout24, dessen Basis über zehn Millionen Angebote sind.

Die Angebotspreise für Wohnungen erreichen mit 122,9 (Neubau) und 109,04 (Bestand) Punkten im zweiten Quartal 2012 die höchsten Werte seit Indexerstellung. Der IMX für Häuser schließt im Juni unverändert mit 109,4 (Neubau) und leicht steigend mit 103,8 (Bestand) Punkten. Damit setzt sich der Aufwärtstrend für fast alle Immobilien ungebremst fort. Lediglich bei den Preisen für neu gebaute Häuser scheint mittlerweile die Preisobergrenze erreicht zu sein.

Inzwischen steigen im Bundesdurchschnitt die Kaufpreise für Wohnungen deutlich stärker als die Mietpreise. Während die durchschnittlichen Mieten für Wohnungen in den letzten drei Monaten nur um rund 0,7 Prozentpunkte teurer wurden, liegt die Steigerung bei den Kaufpreisen im Bestand im selben Zeitraum bei 1,8 Prozentpunkten.

Besonders auffällig ist hierbei die Situation in den Großstädten. "In den Metropolen trifft ein hoher Nachfragedruck auf ein schrumpfendes Angebot an Kaufobjekten, insbesondere in den guten Lagen. Das treibt die Preise massiv nach oben. Mit dieser hohen Dynamik können die Mietmärkte vor Ort nicht mehr Schritt halten, denn vielerorts sind höhere Mieten einfach nicht mehr bezahlbar", erläutert Michael Kiefer, Leiter Immobilienbewertung & Immobilienmarktforschung bei ImmobilienScout24. Vor allem in München und Hamburg hätten sich die Kaufpreise deutlich von den Fundamentalwerten entfernt. Dies sei jedoch bei dem derzeitigen Nachfrageüberhang noch kein Grund zur Sorge. Der aktuelle IMX ist im Internet unter www.preisindex.immobilienscout24.de abrufbar.