Recht

Modernisieren ist steuerlich absetzbar

BGH knüpft Bedingungen an Steuererleichterungen

Der Bundesfinanzhof (BFH) hat ein Herz für Häuslebauer: Wer sein selbst genutztes Eigenheim sanieren muss, kann mit Steuererleichterungen rechnen. "Ob die Aufwendungen als außergewöhnliche Belastungen steuerlich geltend gemacht werden können, hat der BFH allerdings an eine Reihe von Bedingungen geknüpft", erläutert Steuerrechtsexperte Stefan Bernhardt. Steuerlich abzugsfähig sind Baumaßnahmen, durch die konkrete Gefährdungen der Gesundheit abgewehrt werden. Dazu zählt die Sanierung von asbesthaltigen Gebäudeteilen sowie die Beseitigung von Hausschwamm.

Voraussetzung ist laut Bernhardt allerdings in allen Fällen, dass der Grund für die Sanierung beim Grundstückserwerb nicht erkennbar gewesen und auch nicht vom Eigentümer selbst verschuldet worden sei. Apropos Schuld: Erst wenn der Eigentümer versucht hat, eventuelle Schadenersatzansprüche gegenüber Dritten zu verfolgen, kann er seine Mehrbelastung beim Finanzamt geltend machen. Die mögliche Steuererleichterung bezieht sich ausdrücklich nicht auf die Kosten üblicher Instandsetzungs- und Modernisierungsmaßnahmen oder die Beseitigung von Baumängeln. Nimmt ein Eigenheimbesitzer die Schadensbehebung zum Anlass für weiterreichende Modernisierungen, so ist das Finanzamt berechtigt, sich daraus ergebende Vorteile vom steuerlich geltend gemachten Gesamtbetrag abzuziehen.