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Baufinanzierung: Vergleichen lohnt sich

Diverse Konditionen für Hypothekendarlehen - Angebote mit günstigem Zinssatz sind nicht immer besser

Im Internet locken Darlehens-Vermittler mit besonders günstigen Konditionen für Baufinanzierungen. Bestzinssätze werden aber meist nur bei guter Bonität und hohem Eigenkapitalanteil gewährt. Sind die Sicherheiten nicht optimal, zahlt der Darlehensnehmer höhere Zinsen. Deshalb lohnt es sich, die Angebote miteinander zu vergleichen.

Wer eine Immobilie kaufen will und nach einer günstigen Baufinanzierung sucht, sollte zunächst Unterlagen wie die letzten Gehaltsabrechnungen, eine Vermögensaufstellung und Infos zur Immobilie sammeln. Denn erst, wenn sich die Bank ein genaues Bild machen kann, wird sie ein Angebot erstellen. Und nur Angebote, die von den gleichen Ausgangsbedingungen ausgehen, sind vergleichbar.

Es lohnt sich, auch bei Online-Darlehensvermittlern nachzufragen. Sie arbeiten mit vielen Banken zusammen und versuchen, den günstigsten Anbieter herauszufinden. Aber nicht immer schneiden Filialbanken im Vergleich schlecht ab, berichtet die Zeitschrift "Finanztest" der Stiftung Warentest. So boten auch regionale Geschäftsbanken attraktive Konditionen.

Für einen Vergleich darf nicht der Nominalzins, sondern muss der Effektivzins herangezogen werden: Er berücksichtigt auch Kosten wie Bearbeitungsgebühren, die das Darlehen verteuern. Dennoch sind nicht alle Kosten im Effektivzinssatz einberechnet: Kontoführungsgebühren, Teilauszahlungsaufschläge oder Bereitstellungszinsen rechnen Banken nicht in den Effektivzinssatz ein. Bei der Baufinanzierung für einen Neubau ist es zum Beispiel ein großer Unterschied, ob die Bank nach drei oder erst zwölf Monaten Bereitstellungszinsen berechnet.

Also bitte nicht Äpfel mit Birnen vergleichen. Manche Modelle kombinieren tilgungsfreie Darlehen mit Lebensversicherungen oder Bausparverträgen als Tilgungsbaustein. Günstiger Zinssatz bedeutet nicht immer günstiges Angebot.

( BM )