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Gewerbliche Nutzung ist nur mit Erlaubnis gestattet ++ Zahl der Wohnungseinbrüche steigt um rund 15 Prozent ++ Inventar der Ferienwohnung muss nicht geprüft werden ++ 14 Prozent mehr Aufträge im Wohnungsbau

Gewerbliche Nutzung ist nur mit Erlaubnis gestattet

Wer eine Wohnung gewerblich nutzen will, braucht in der Regel die Zustimmung des Vermieters. Berufliche Tätigkeiten, die nicht nach außen in Erscheinung treten, wie zum Beispiel die Unterrichtsvorbereitung eines Lehrers oder die Arbeit eines Schriftstellers, seien jedoch stets gestattet, erklärt der Eigentümerverband Haus & Grund Deutschland. Der Bundesgerichtshof hat zudem entschieden, dass der Vermieter dem Mieter im Einzelfall auch andere freiberufliche oder gewerbliche Tätigkeiten erlauben muss (Az.: VIII ZR 165/08). Dies gilt, wenn der Mieter in der Wohnung weder Angestellte beschäftigen will, noch Publikumsverkehr durch die Tätigkeit verursacht wird und die übrigen Bewohner nicht auf andere Art belästigt werden.

Zahl der Wohnungseinbrüche steigt um rund 15 Prozent

Einbrecher hinterlassen immer deutlichere Spuren. 2011 gab es rund 140.000 Wohnungseinbrüche, rund 15 Prozent mehr als 2010. Das geht aus Zahlen des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) hervor. Auch die Kosten, die die Wohnungseinbrecher verursachten, stiegen deutlich. Insgesamt zahlten die deutschen Hausratversicherer 430 Millionen Euro, ein Plus gegenüber 2010 von 23 Prozent, und so viel wie zuletzt vor 13 Jahren.

Inventar der Ferienwohnung muss nicht geprüft werden

Mieter einer Ferienwohnung sind nicht verpflichtet, gleich bei Urlaubsbeginn das Inventar zu überprüfen. Entsprechende Klauseln in Mietverträgen sind nach einem Urteilt des Landgerichts Leipzig (Az. 8 O 696/11) unwirksam, berichtet die Zeitschrift "Das Grundeigentum". In einem Mietvertrag für eine Ferienwohnung hieß es, dass der Mieter fehlende Einrichtungsgegenstände oder sonstige Mängel sofort anzuzeigen habe. Andernfalls könne er dafür haftbar gemacht werden. Die Richter entschieden, dass diese Klausel die Mieter unangemessen benachteilige.

14 Prozent mehr Aufträge im Wohnungsbau

Die Aufträge im Wohnungsbau sind im ersten Quartal des laufenden Jahres im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 14 Prozent gestiegen. Das meldet das Statistische Bundesamt. "Offenbar wird nun die gestiegene Zahl von Baugenehmigungen auch in Auftrag gegeben", sagt Walter Rasch, Präsident des Bundesverbandes Freier Immobilien- und Wohnungsunternehmen (BFW). Für 2011 seien rund 200.000 Baugenehmigungen erteilt worden. Mit Blick auf den jährlichen Bedarf an Neubauwohnungen bleibe allerdings trotzdem ein dickes Minus.