Reinigung

Schonende Frühjahrskur für die Markise

| Lesedauer: 2 Minuten

Eine Lösung aus Feinwaschmitteln entfernt den alten Schmutz vom Winter

Wenn die Luft nach Frühling duftet, putzen die meisten Menschen Terrasse oder Balkon wieder heraus. Auch die Markise braucht nun Pflege. "Vor der Reinigung sollte lose aufliegender Schmutz leicht vom Markisentuch gefegt werden", rät Martin Bürgel vom Bundesverband Rollladen + Sonnenschutz. "Stark verkrustete Schmutzpartikel lassen sich dann mit klarem, reinem Wasser aus dem Gartenschlauch anlösen und anschließend abspritzen." Flecken sollten nicht trocken ausgebürstet werden, da dabei der Schmutz in die Faser und Faserzwischenräume eingerieben werden kann.

"Es dürfen auch keine Hochdruckreiniger verwendet werden, um Naht- und Materialbeschädigungen zu vermeiden", sagt Bürgel. Leichte Flecken und Verschmutzungen sollten stattdessen mit einer fünf- bis zehnprozentigen Lösung aus Feinwaschmittel und lauwarmem Wasser behandelt werden. "Hierzu wird die Reinigungslösung mit einem Schwamm aufgeschäumt und der Schaum auf die Schmutzstellen gegeben. Da wirkt er 15 bis 20 Minuten ein", erklärt Bürgel.

Anschließend werde das Reinigungsmittel mit viel Wasser nachgespült. Auf keinen Fall sollten harte Schwämme oder Bürsten zum Einsatz kommen, da sie das Markisentuch aufrauen oder beschädigen könnten.

Nach der Reinigung muss die Markise gut trocknen: Sie dürfe erst eingefahren werden, wenn sie nicht mehr feucht ist. Das gelte auch nach einem überstandenen Regenguss. "Wenn ein Tuch feucht aufgerollt wird, kann die Feuchtigkeit, die sich im Gewebe und zwischen den Gewebelagen befindet, nicht abtrocknen", erläutert Bürgel. "Dies führt einerseits zu Verfärbungen durch Wasserflecken, aber auch zu Pilzbefall in Form von Stockflecken."

Wer der Halterung oder dem Fahrwerk nach dem langen Winter ein paar Tropfen Öl gönnen will, tut dem Stoff nichts Gutes - das Tuch könne dabei verschmutzen. Gibt die Markise beim Ausfahren ungewöhnliche Geräusche von sich, ist dies ein Fall für den Fachbetrieb.

( dpa )