Bodenbeläge

Der Teppich hat ausgedient

Böden aus Holz, Keramik oder Laminat setzen sich durch und gelten als Design-Elemente

Denn in der modernen Wohnung ist Boden nicht mehr einfach nur Boden. Auch unter den Füßen soll der Gestaltungswille zum Tragen kommen. Holz werde dabei als Design-Element angesehen, sagt Bauexperte Daniel Schmäing. Er verweist auf Buchenböden, die sich wegen ihrer Veredelung mit Öl sogar fürs Badezimmer eignen. Wer es auffälliger mag, findet beim Anbieter Mafi sogar Beläge mit gold-glänzender Spachtelung.

Etwas Ähnliches hat auch das schwedische Unternehmen Kährs in seiner Hochglanzlack-Kollektion "Shine". In schwarz gebeizte Eschendielen sind Metallpigmente eingearbeitet. Dezenter und heller ist eine Parkettvariante aus Eiche mit Perlmuttschimmer. Genauso elegant ist die "Silverline"-Edition von Bauwerk Parkett. Die mit fast drei Metern sehr langen Landhausdielen des Schweizer Herstellers sind aus besonders gerade gewachsenen Eichen gefertigt.

Für Bad und Küche

Dass Holz so gefragt ist, hängt Grothkopp zufolge damit zusammen, dass die Qualität in den vergangenen Jahren zugenommen hat. Mittlerweile gebe es Holzböden, die sich auch für sogenannte Feuchträume eignen, also für Küche und Bad. Bis vor wenigen Jahren hatten Kunden dort kaum eine andere Wahl als Fliesen. "Keramische Böden waren oft eine pragmatische Entscheidung", sagt der Fachmann. Eine Stilentscheidung sei Keramik hingegen vor allem bei einer mediterran gehaltenen Einrichtung gewesen.

Aber Stil und Pragmatik müssen sich auch jenseits des mediterranen Stils nicht widersprechen. Das zeigen Hersteller keramischer Feinsteinzeug-Fliesen wie Porcelaingres oder Kerlite. Dieser Anbieter betont, dass sich sein Feinsteinzeug sowohl als Boden- wie auch als Wandbelag eignet und in so großen Platten hergestellt wird, dass der Boden in einer Dusche ohne Fugen auskommen kann. Das erleichtert die Reinigung.

Zwar nicht als Belag in der Duschkabine, aber ebenfalls für Bad und Küche geeignet sind mittlerweile auch holzähnliche Kunststoffböden, die wasserdicht verklebt werden, oder Laminat. "Laminat ist von der Oberfläche her absolut wasserfest", sagt Volker Kettler von der Firma Meisterwerke. Allerdings werde es in der Regel schwimmend verlegt, das heißt, anders als zum Beispiel Teppichboden, wird es nicht mit dem Untergrund verklebt. Daher müssten Bewegungsfugen, die zwischen Wand und Bodenbelag nötig seien, damit sich das Material bei Temperaturschwankungen ausdehnen kann, wasserdicht sein.