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Baubranche hat mehr zu tun

Prognose Der florierende Wohnungsmarkt dürfte der Baubranche auch im kommenden Jahrzehnt laut Ifo-Institut zu guten Geschäften verhelfen. Vor allem dank der anziehenden Wohnungsbaunachfrage werde das gesamte Bauvolumen von 2011 bis 2021 um knapp drei Prozent auf 262 Milliarden Euro steigen, heißt es in einer Prognose der Münchner Forscher. Der Wohnungsbau werde im Schnitt jährlich um 0,9 Prozent zulegen. In der Schuldenkrise setzen Bauherren und Investoren wegen niedriger Zinsen und der Turbulenzen an den Finanzmärkten auf Immobilien.

Privathaushalte "Die deutlich verbesserte Einkommenssituation der Privathaushalte, die sehr niedrigen Bauzinsen sowie der Mangel an geeigneten Anlagealternativen haben zu einer Stimulierung des Wohnungsneubaus geführt", erklärten die Ifo-Experten Ludwig Dorffmeister und Michael Ebnet. Der mittelständische Bauverband ZDB hält Prognosen auf Sicht von zehn Jahren dagegen für sehr schwierig. "Tendenziell dürfte es zumindest in den nächsten Jahren beim Wohnungsbau nach oben gehen", sagte ZDB-Chefvolkswirt Andreas Geyer.

Umsatz Der boomende Immobilienmarkt hatte dem gesamten Bauhauptgewerbe 2011 zwölf Prozent mehr Umsatz beschert. Für 2012 wird ein Plus von knapp zwei Prozent erwartet.