Gärten

Sicheres Paradies für Hund und Katze

Es könnte perfekt zusammen passen: Ein Haus mit Garten und ein Haustier wie Hund oder Katze. Doch wer seinen Vierbeinern im eigenen Garten Auslauf gönnt, sollte das Grundstück vor allem verletzungssicher gestalten.

"Solange der Garten nicht überwiegend aus Rosen besteht, sind Stacheln kein Problem", erklärt Marius Tünte vom Tierschutzbund. "Abgeschnittene Astreste sollten jedoch nicht herumliegen, da sie im Fell hängenbleiben oder in die Pfotenballen eingetreten werden können." Und für Hunde gelte: Der Garten sollte gut eingezäunt sein, damit sie nicht entwischen können.

Während sich Freigängerkatzen ihr Revier vom Haus entfernt suchen, lassen Hundebesitzer ihre Tiere gerne bewusst in den Garten. "Besonders praktisch erscheint das natürlich, wenn man den Hund zum Gassigehen in den Garten schicken kann", sagt Udo Kopernik vom Verband für das Deutsche Hundewesen. "Allerdings kann der Garten nie der Ersatz für ausgiebige Spaziergänge sein." Die Tiere bräuchten mehr Auslauf und Abwechslung als ein Garten bieten könne.

Vorsicht beim Düngen

Ihn zum Hundeklo umzufunktionieren, hat zudem Risiken: "Man sollte den Kot möglichst regelmäßig beseitigen, nicht nur aus ästhetischen Gründen", sagt Astrid Behr vom Bundesverband Praktizierender Tierärzte. Denn wenn ein Hund Würmer habe, könnte er sich über den infizierten Kot immer wieder anstecken. "Auch Menschen, gerade Kinder, können sich an den im Kot enthaltenen Spulwürmern anstecken." Dasselbe gilt für den Kot von Katzen. "Ist er nicht vergraben, sollte man ihn entsorgen, weil sich auch von ihm Würmer auf Menschen übertragen können."

Vorsichtig sollten Gartenbesitzer mit Pflanzen und Düngemitteln sein, die für Tiere gefährlich sein können. Dazu gehörten zum Beispiel die Nadeln und Samen der Eiben, Adonisröschen und Alpenveilchen, teilt der Deutsche Tierschutzbund mit. In allen Fällen sollten Halter bei einer Vergiftung sofort einen Notarzt aufsuchen.

"Dass Freigängerkatzen ausgerechnet die für sie giftigen Pflanzen annagen, kommt selten vor", beruhigt Astrid Behr. Für Hunde dagegen sei es normal, dass sie pflanzliche Nahrung aufnehmen. Daher sollten Besitzer darauf achten, möglichst nur Pflanzen im Garten zu haben, die Hunde vertragen. Dazu zählen zum Beispiel Beerenarten, die auch für den Menschen genießbar sind.

Bei Düngern sollte nicht die Chemiekeule geschwungen werden. "Pflanzenschutz- und Düngemittel sollten für Haustiere ungiftig sein", betont Behr. Sonst könnten die Tiere sie von den Pflanzen lecken oder mitfressen.

Gegen den Buddeltrieb

Wer einen Hund hat, muss sich möglicherweise mit dessen Buddeltrieb auseinandersetzen. "Für Hunde ist das Buddeln kein Spiel, sondern hat einen Grund", sagt Kopernik. Teilweise vergraben sie Knochen als Reserve, oder sie buddeln sich eine Höhle für heiße Sommertage. "Tiere wie Terrier oder Dackel haben außerdem einen Jagdtrieb - wenn die eine Maus riechen, graben sie die frei." Wer das nicht will, habe nur eine Möglichkeit: "Das Verhalten sofort unterbinden und den Hund am Buddeln hindern."