Zuwanderung

Metropolen wachsen durch die Landflucht

Die fünf größten deutschen Städte sind als Wohnort besonders gefragt.

Mit einem jährlichen Zuwachs von 18.823 Menschen ist die Nettozuwanderung in München bundesweit am höchsten, gefolgt von Berlin (plus 16.891). An dritter Stelle rangiert Hamburg, wo das Wanderungssaldo ebenfalls im fünfstelligen Bereich (plus 11.907 Einwohner) liegt. Mit Köln (plus 8100 Einwohner) und Frankfurt (plus 6068 Einwohner) belegen die viert- und fünftgrößten Städte Deutschlands auch bei der Zuwanderung die gleichen Plätze. Das geht aus dem "Städtereport Deutschland" hervor, den die Comdirect Bank auf der Basis von Analysen der 50 größten deutschen Städte erarbeitet hat. Der Mittelwert liegt demnach bei plus 2409 Einwohner. Sieben Städte verzeichnen allerdings einen leichten Rückgang der Bevölkerung.

Die Analyse der Zuwanderung in Relation zur Einwohnerzahl zeigt ein differenziertes Bild: Bonn liegt mit einem jährlichen Zuwachs von 14,1 neuen Bewohnern je 1000 Einwohner an der Spitze, gefolgt von Münster (plus 14,0) und München (plus 13,9). Solingen (minus 2,4 je 1000 Einwohner), Hagen (minus 3,7) und Wiesbaden (minus 5,9) haben dagegen die höchsten Bevölkerungsverluste. Die Einwohnerzahl wächst bis 2025 nur noch in 16 der 50 größten Städte.