Frost

Verjüngungskur für erfrorene Gehölze im Garten

Gehölze am Rande einer Straße können durch Streusalz Schaden nehmen.

Die Folgen können ein verspäteter Austrieb, kümmerlicher Wuchs und sogar das Absterben der Pflanzen sein. "Die einzige Möglichkeit, dem entgegenzuwirken, ist, die Pflanzen sehr ausgiebig zu wässern, sobald der Boden offen ist", rät Lutze von Wurmb, Vizepräsident des Bundesverbandes Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau. Auch eine gründliche Dusche nach dem Winter sei gut, denn damit werden die Salze in tiefere Bodenschichten gespült. Die Symptome von Salzschäden seien braune Zweigspitzen, vor allem im bodennahen Bereich. Die Blätter seien oft gekräuselt und werden braun.

Frostschäden an der Kirschlorbeere sind kein Grund, das Gehölz aufzugeben. Oftmals erhole sich die Pflanze wieder, sagt Oliver Fink, Vorsitzender des Verbandes der Gartenbaumschulen. Er rät, der Pflanze vier bis sechs Wochen Zeit zu geben. Mit einem Test könne geprüft werden, wie tief das Holz geschädigt ist: "Dazu wird die Rinde mit einem Messer angekratzt. Wenn das Holzinnere grün ist, ist Geduld gefragt", sagt Fink. Nur Zweige, die tatsächlich abgestorben sind, sollten zurückgeschnitten werden.