Architektur

Kleine Häuser können noch wachsen

Wer mehr Wohnraum braucht, muss entweder umziehen oder sein Eigenheim durch einen Anbau von Zimmern oder den Ausbau ungenutzter Fläche vergrößern. Ein Flachbungalow beispielsweise kann aufgestockt werden, wer ein großes Grundstück hat, kann anbauen.

Aber nicht alles ist erlaubt, das öffentliche Baurecht schränkt das grundsätzlich Machbare oft ein. Ein Bebauungsplan schreibt etwa vor, wie viele Geschosse ein Gebäude haben darf. Gilt die eingeschossige Bauweise, darf die Wohnfläche im Obergeschoss nur maximal zwei Drittel der Erdgeschossfläche betragen.

Deckenhöhe beachten

"Diese und viele andere Anforderungen sind in den Bauordnungen der Länder festgehalten", sagt die Architektin Helga Zander. Die Bauverordnungen sind von Land zu Land unterschiedlich. Für Aufenthaltsräume unterm Dach etwa liegt die Mindestdeckenhöhe in Berlin, Brandenburg und Sachsen bei 2,30 Metern und zwar für mindestens die Hälfte der Grundfläche.

Wer aus- oder anbauen will, muss erst klären, ob eine Baugenehmigung erforderlich ist, ob eine einfache Mitteilung auf der Basis eines Architektenentwurfes ausreicht oder ob man einfach loslegen kann." Ist keine Genehmigung erforderlich, lauern im Baurecht trotzdem Fallstricke, warnt Bauaufsicht-Experte Peter Hansen: "Für jedes Geschoss, in dem sich auch nur ein Aufenthaltsraum befindet, sind zwei Rettungswege nötig." Die steile Leitertreppe, die für den Lagerraum unterm Dach ausreichte, ist dafür nur bedingt geeignet. Mit Blick auf den Keller rät die Initiative Pro Keller, nur Nutz- oder Hobbyräume zu schaffen.