Finanzierung

Deutsche rechnen genau nach, bevor sie modernisieren

Die Ziele sind hoch: Auch in diesem Jahr sollen 240 000 deutsche Haushalte energetisch auf Vordermann gebracht werden - so sehen es die Klimaschutzpläne der Regierung vor. Hausbesitzer sind angehalten, sich vor teuren Energieverlusten zu schützen.

Dass sie den Wert ihrer Immobilie durch die Modernisierung dauerhaft steigern, macht die energetische Sanierung besonders attraktiv. Auch günstige Zinsen und die staatliche Förderung sind gute Argumente.

Allerdings muss das Kosten-Nutzen-Verhältnis für jeden Einzelnen stimmen. 58 Prozent der Deutschen erklären, sehr sorgfältig zu kalkulieren, bevor sie sich für eine bestimmte Maßnahme entscheiden. Für sie sind Qualität und Nachhaltigkeit der Modernisierung ausschlaggebend, wie eine Emnid-Umfrage der BHW Bausparkasse ergab.

Fördertöpfe anzapfen

Wärmedämmung steht mit 72 Prozent ganz oben auf der Agenda der Hausbesitzer. Hier sehen sie den größten Handlungsbedarf und den höchsten Wirkungsgrad. Auf den Plätzen folgen mit 55 Prozent der Austausch der Heizsysteme und mit großem Abstand Maßnahmen wie Schaffung von Barrierefreiheit (16) oder Badsanierung (15).

In der Regel werden für die energetische Sanierung Kosten zwischen 10 000 und 30 000 Euro eingeplant, doch häufig muss mehr investiert werden. Deshalb lohnt es sich, die verschiedenen Fördertöpfe gut zu nutzen und Expertenrat einzuholen, um alle Optionen zu erkennen. Grundsätzlich wird es für Modernisierer jetzt ein vorrangiges Ziel sein, die Unterhaltungskosten für ihre Immobilie zu senken, vor allem die Heizkosten. Und wenn Energie weiter teurer wird, amortisieren sich selbst größere Maßnahmen nach wenigen Jahren.