Recht

Mietvergleich mit Nachbargemeinde ist bedingt zulässig

Vermieter können auf den Mietspiegel der Nachbargemeinde zurückgreifen, wenn es in ihrer Gemeinde keinen Mietspiegel gibt. Allerdings müssen sie die Auswahl begründen.

Andernfalls seien Mieterhöhungen auf dieser Grundlage unwirksam, befand das Amtsgericht Ahrensburg (Az.: 49 C 949/11).

In dem verhandelten Fall wollte ein Vermieter die Miete erhöhen, berichtet die Zeitschrift "Das Grundeigentum" (Heft 2/2012). Da es für seine Gemeinde aber keinen Mietspiegel gab, bezog er sich dabei auf den Mietspiegel der größeren Nachbargemeinde Norderstedt in Schleswig-Holstein. Der Mieter wollte die höhere Miete allerdings nicht zahlen.

Daher klagte der Vermieter - ohne Erfolg. Es sei zwar in diesem Fall zulässig, einen anderen Mietspiegel anzuwenden. Allerdings gebe es einen Mietspiegel in der ebenfalls benachbarten Gemeinde Hamburg. Der Vermieter habe nicht erklärt, warum er den Mietspiegel aus Norderstedt gewählt habe. Daher sei die Mieterhöhung unzulässig.