Baupläne

Drohender Zinsanstieg stoppt Hauskäufer nicht

Die günstigen Zinsen beim Baugeld erleichtern derzeit den Erwerb und die Finanzierung der eigenen vier Wände.

Doch auch im Fall einer bevorstehenden Zinswende würden viele Deutsche versuchen, das aktuelle Niveau noch zu nutzen. Mehr als jeder Vierte (28 Prozent) will laut einer repräsentativen Umfrage des Forsa-Institutes im Auftrag der Comdirect Bank bei einem drohenden Zinsanstieg sein Vorhaben beschleunigen, eine Immobilie zu bauen oder zu erwerben. Weitere 21 Prozent planen, schlechteren Konditionen mit dem Abschluss eines Forward-Darlehens zu begegnen, um sich eine günstige Anschlussfinanzierung für das Ende ihrer Zinsbindungsfrist zu sichern.

Allerdings geben auch 22 Prozent der Befragten an, dass sie bei höheren Bauzinsen ihre Pläne für den Immobilienerwerb wegen der unsicheren Situation aufgeben würden. In keiner Richtung beeindruckt zeigt sich ebenfalls rund ein Fünftel der Deutschen (23 Prozent): Für sie hätte der Zinsverlauf keinen direkten Einfluss auf ihre Entscheidung. Eine Minderheit von drei Prozent der Befragten geht derzeit davon aus, dass Baugeld künftig sogar noch günstiger wird, und will deshalb erst einmal abwarten.

"Finanzierer, deren Zinsbindung demnächst endet, sollten die Bauzinsen regelmäßig beobachten, um sich gegebenenfalls mit dem Abschluss eines Forward-Darlehens das günstige Niveau zu sichern", sagt Tobias Lücke, Leiter Baufinanzierung bei der Comdirect Bank. "Wer jedoch den Erwerb einer Immobilie plant, sollte trotz eines drohenden Zinsanstiegs nichts überstürzen und sich nicht mit einer Zweite-Wahl-Immobilie zufrieden geben."