Selbstauskunft

"Messie"-Horror: Wie Vermieter sich vor Müllsammlern schützen

Sie sind der Albtraum aller Vermieter: Messies. Mieter, die unter dem Zwang leiden, wertlose und verbrauchte Sachen zu sammeln, stellen die Wohnung in der Regel über Jahre mit Müll voll. Geruchsbelästigungen, Schädlingsbefall oder gar die Unbewohnbarkeit der Wohnung können die Folge sein, und der Schaden kann in die Zehntausende gehen.

Vor Abschluss eines Mietvertrags sollten Vermieter deshalb immer eine detaillierte Selbstauskunft verlangen. Wichtig ist die Angabe der bisherigen Vermieter, die über den Bewerber befragt werden können. Wird die Selbstauskunft verweigert, ist der Mieter wahrscheinlich nicht der Richtige. Kommt ein Vertrag zustande, sollten Vermieter vereinbaren, dass sie die Wohnung in regelmäßigen Abständen begehen dürfen, raten Experten der ARAG-Versicherung.

Die Nachbarn leiden

Grundsätzlich sind Mieter zum pfleglichen Umgang mit der Mietsache verpflichtet. Sie können sie nur so gebrauchen, dass an ihr kein Schaden entsteht. Wird Müll gelagert, sollte der Vermieter dem Mieter eine angemessene Frist zur Beseitigung setzten. Wird sie nicht eingehalten, macht sich der Mieter schadensersatzpflichtig und muss die Entsorgungskosten tragen.

Eine Kündigung kommt nur in Betracht, wenn der Sammelzwang Ausmaße annimmt, die dem Vermieter nicht mehr zugemutet werden können - etwa wenn es zu Schädlingsbefall kommt oder die Nachbarschaft durch Geruchsentwicklung beeinträchtigt wird.

Um möglichst schnell Schaden von seinem Eigentum abzuwenden, kann der betroffene Vermieter versuchen, das Ordnungsamt einzubeziehen. Im Wege der Gefahrenabwehr kann es den Mieter verpflichten, die Wohnung von Müll zu befreien.