Werbungskosten

Fiskus kappt Ausgleich für Langzeit-Renovierer

Wer eine Immobilie renovieren und dann vermieten will und sich den Einsatz von Fachbetrieben nicht leisten kann, darf üblicherweise mit Verständnis vom Finanzamt rechnen.

In der Regel erkennt es auch über längeren Zeitraum die Verluste durch vorab entstandene Werbungskosten an. Dass sich irgendwann die Geduld des Fiskus erschöpft, musste ein Hauseigentümer erfahren, der offenbar zu sehr gebummelt hatte (Bundesfinanzhof, Aktenzeichen IX R 3/10).

Ein Mann, der von seinem Vater eine Immobilie geerbt hatte, wollte aus zwei vorhandenen Wohnungen eine Wohneinheit mit ca. 150 Quadratmetern entstehen lassen. Lange Zeit erkannte das Finanzamt die geltend gemachten Werbungskosten an, berichtet der Infodienst Recht und Steuern der LBS. Doch ab dem dritten Jahr seit Beginn der Renovierungsarbeiten verweigerte sich die Finanzbehörde. Es fehle bei dem Steuerzahler an einer nachvollziehbaren Absicht, irgendwann wirklich Einkünfte zu erzielen, stellte das Amt fest.

Der Bundesfinanzhof sah die Angelegenheit ähnlich. Für Bauherren in ähnlicher Lage empfiehlt es sich deswegen, ihre Vermietungs- und Renovierungsbemühungen gut zu dokumentieren, um diese im Streitfalle nachweisen zu können.