Lebensraum

Neue Ideen für Bäder

"Wenn sich der Hygieneraum in einen Lebensraum wandeln soll, heißt es ganz oder gar nicht", weiß Guido Hammer, Geschäftsführer vom Bad-Studio Hammer in Wilmersdorf.

Während andere Räume mit neuer Wandfarbe, neuem Boden oder ein paar neuen Möbeln aufgepeppt und verändert werden können, gibt es beim Bad keinen Kompromiss. Alles muss raus und neu installiert werden. Kein billiges, aber ein lohnendes Unterfangen, denn das Bad rückt immer mehr in den Fokus. "Bei Neubauten werden Bäder von vorneherein größer und teils mit direkten Verbindungen zum Schlafzimmer oder begehbaren Kleiderschrank geplant", unterstreicht Baddesignerin Irene Kosok.

Der größte Kundenwunsch, den sie ebenso beobachtet wie Guido Hammer, ist die ebenerdige Dusche, am besten komplettiert mit einer Regendusche. "Aber auch eine freistehende Wanne und ein stimmiges Lichtkonzept liegen im Trend", so Hammer. Technische und ästhetische Spielereien wie ein Flachbildschirm oder ein Kamin im Badezimmer sind, so der Bad-Studio-Geschäftsführer, vornehmlich in Luxus-Bädern gewünscht. Eindeutig vorbei sind die Zeiten, als ein Rundum-Fliesenspiegel für die Güte des Nassraumes stand. "Fliesen werden nur noch in den Spritzbereichen eingesetzt", so Irene Kosok. Dort sind sie auch unbedingt erforderlich. In der Mischung mit Wänden, die nicht verfliest sind, gibt es zwei Vorteile: Das Raumklima ist besser, Wände ohne Fliesen können "atmen". "Diese Wandbereiche können auch anders gestaltet werden, so dass mit dem Stil des Bades in einem gewissen Umfang gespielt werden kann", erklärt die Baddesignerin.

Stiefmütterlich behandelt wurde lange auch der Stauraum. Kaum ein Spiegelschrank bietet genügend Platz für Kosmetikartikel & Co. "Dem Standardbad mit seinen einfach nur nebeneinander angeordneten Sanitärobjekten fehlt dafür auch jeglicher Platz", betont Irene Kosok, die auf die Stauraum-Optimierung großen Wert legt.