KfW

Günstiges Geld für eine gute Energiebilanz

Bei Haus-Neu- oder Umbauten spielen Energiesparmaßnahmen eine zunehmend tragende Rolle: In der öffentlichen Umwelt-Diskussion ist das Thema ein Dauerbrenner, Bauherren richten sich zunehmend ökologisch aus und denken vor allem an die folgenden Kosten angesichts der steigenden Preise für Strom und Brennstoffe. Aber wie weit kann das der Laie in Eigenregie noch überblicken oder gar managen?

Gar nicht, meint ein Experte: "Vor jeder Sanierungsmaßnahme sollte man unbedingt einen Energieberater hinzuziehen, der die privaten Bauherren vor baulichen Schäden und Fehlinvestitionen schützt und die Qualität bei der Konzeption und Ausführung sicherstellt." Das betont Stephan Gärtner, Regionalleiter der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) in Berlin. Die Bank unterstützt Bauerherren in vielen Bereichen.

Wo kann man welche Baumaterialien einsetzen, damit die Haus-Hülle weniger Energie nach außen verpuffen lässt, welche Technik hilft bei der möglichst günstigen Warmwasser-Bereitung? Das sind wichtige Fragen, womit sich viele angehende Hausbauer gern beschäftigen. Ähnlich ist es auch bei der energetischen Sanierung. Auch hier versucht man, nachträglich die eigene Immobilie so zu gestalten, dass weniger Energie verbraucht werden kann.

Und dann natürlich die Kostenfrage, die sich der Mehrheit aller Bauherren stellt. Hier kommt zum Beispiel die KfW ins Spiel. Sie fördert viele energetischen Maßnahmen mit Krediten - vom Austausch der Heizungen über Dämmung der Außenwände bis hin zur Komplettsanierung zum Effizienzhaus. Ohne fachmännischen Rat geht da aber gar nichts, meint Regionalleiter Stephan Gärtner und verweist auf die komplette Liste der zugelassenen Energieberater, die Interessenten nach seiner Information beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle anfordern können.

Dort gibt es auch die Möglichkeit, einen Zuschuss für eine Energieberatung zu beantragen. Gefördert wird die energetische Sanierung von Wohngebäuden, für die vor Anfang Januar 1995 der Bauantrag gestellt wurde. Ferien- und Wochenendhäuser gehören nicht dazu und werden grundsätzlich nicht gefördert. Alle Sanierungsmaßnahmen müssen den technischen Mindestanforderungen entsprechen und sollten deshalb ausschließlich durch Fachunternehmen des Bauhandwerks durchgeführt werden.

Der Zins für ein KfW-Darlehen beträgt zurzeit effektiv ein Prozent. Die Förderkredite des Instituts werden über Banken und Sparkassen beantragt. Folgende Einzelmaßnahmen werden in der Regel gefördert: Wärmedämmung von Wänden, Dachflächen und Geschossdecken sowie Erneuerung der Fenster und Außentüren, der Heizungsanlage und Einbau der Lüftungsanlage.

Die KfW finanziert ferner auch den Bau oder Kauf von besonders energieeffizienten Neubauten. Wenn der Energiebedarf des neuen Projektes den Standard eines KfW-Effizienzhauses 70, 55, 40 oder eines Passivhauses erreicht, wird der Kredit später mit niedrigen Zinsen zurückgezahlt.

Beim KfW-Effizienzhaus 55, 40 oder beim Passivhaus wird dem Kreditnehmer zusätzlich auch ein Tilgungszuschuss eingeräumt. "Bevor man ein bestehendes Haus nachträglich mit Energiesparmaßnahmen umrüstet, sollte man mit Hilfe eines Sachverständigen Kostenvoranschläge einholen. Diese Zahlen stellen dann auch die Basis für den Kreditbedarf", betont der KfW-Experte. Die Programme für Energieeffizientes Bauen und Sanieren leisten einen großen Beitrag zum Erreichen der klimapolitischen Ziele.

Mit der Weiterentwicklung der KfW-Förderprogramme will man den Wohnungsbestand nachhaltig zukunftsfähig machen. "Die energetische Sanierung ist ein zentrales Element. Damit können wir die Wohnqualität deutlich verbessern und auch dem Klimawandel entgegen wirken", betont Gärtner.

"Vor jeder Sanierung sollte man einen Energieberater hinzuziehen"

Stephan Gärtner, KfW-Regionalleiter