Deutsche Umwelthilfe

Baumärkte tun sich mit alten Energiesparlampen schwer

Die Mehrzahl der deutschen Baumärkte informiert die Kunden offenbar nur unzureichend über Rückgabemöglichkeiten für schadstoffhaltige Bauschaumdosen und Energiesparlampen.

Zu diesem Ergebnis kommt die Deutsche Umwelthilfe (DUH) nach einer Untersuchung von 96 deutschen Baumarktfilialen. Nur sechs Märkte punkten demnach mit sehr gutem Kundenservice. Die Mehrheit bekam für die Informationen Bewertungen von mittelmäßig bis mangelhaft.

Alte Energiesparlampen enthalten technisch bedingt kleine Mengen Quecksilber, Bauschaumdosen weisen gesundheitsschädliche Isocyanate auf. Deshalb müssen sie getrennt gesammelt und umweltgerecht entsorgt werden. Der Handel soll dabei informieren, beraten und Rückgabemöglichkeiten bereit stellen. Doch laut DUH fehlen vor allem Informationen und Rückgabemöglichkeiten für Energiesparlampen. Nur in vier von zehn Baumärkten stand ein Rücknahmebehälter für quecksilberhaltige Altlampen bereit.

"Flächendeckende Rückgabemöglichkeiten von alten Energiesparlampen sind für private Endverbraucher immer noch nicht vorhanden", kritisiert DUH-Bundesgeschäftsführer Jürgen Resch: "Um hohe Rücklaufquoten zu erreichen, ist eine ausnahmslose Rücknahmeverpflichtung aller Händler notwendig, die Energiesparlampen verkaufen." Ausnahmeregelungen müssten gestrichen werden.

Die auf Bauschaumdosen untersuchten Märkte kamen beim DUH-Check besser weg. Insgesamt 13 Prozent der Baumärkte erhielten für ihre Infos zu Bauschaumdosen sogar die Bestnote, was in Sachen Energiesparlampen nur acht Prozent gelang. 15 Prozent der untersuchten Märkte boykottieren die Auskunft und Rücknahme alter Lampen komplett. Aber es gab auch Grund zur Freude: In vier von fünf Baumärkten konnten die Testbesucher auf Nachfrage ihre Bauschaumdosen zurückgeben. Die DUH kritisierte jedoch, dass nur in weniger als der Hälfte aller getesteten Märkte Sammelboxen zur Rücknahme standen.