Finanzierung

Mieterbund fordert wegen hoher Energiepreise mehr Wohngeld

Der Mieterbund hat von der Bundesregierung eine Erhöhung des Wohngeldes gefordert, um die rund 850 000 Empfänger bei den Heizkosten zu entlasten.

"Der Gesetzgeber muss jetzt auf die deutlich gestiegenen Energiepreise reagieren und das Wohngeldgesetz 2012 ändern", sagte der Direktor des Deutschen Mieterbundes (DMB), Lukas Siebenkotten, laut Mitteilung in Berlin. Heizkosten müssten bei der Berechnung des Wohngeldes wieder berücksichtigt werden, wie es schon bis Ende 2010 der Fall gewesen sei. Zudem sollte die Regierung prüfen, ob nicht wie 2009 wieder eine Heizkostenpauschale an Wohngeldempfänger ausgezahlt werden könnte.

Neben Heizöl seien auch die Preise für Fernwärme und Gas deutlich höher als damals. Seinerzeit hatte die große Koalition aus Union und SPD auf höhere Energiepreise reagiert und erstmals die Heizkosten bei der Berechnung des Wohngeldes berücksichtigt. Zusätzlich zahlte der Bund nach Haushaltsgröße gestaffelte Heizkostenpauschalen. Diese Regelungen hatte die schwarz-gelbe Koalition zum 1. Januar 2011 wieder gestrichen. Wohngeldempfänger erhielten deshalb etwa 20 bis 30 Euro weniger Hilfe.