Finanzierung

2011 war das teuerste Heizöljahr - und es wird nicht besser

Für Heizölkunden war 2011 das teuerste Jahr aller Zeiten. Der Liter kostete im Jahresdurchschnitt rund 85 Cent (bei Abnahme von 3000 Litern), wie der Hamburger Fachdienst EID mitteilte.

Damit war der Brennstoff um ein Viertel teurer als 2010, als der Durchschnittspreis laut EID rund 68 Cent betrug. Eine Richtungsänderung ist nicht in Sicht. Als Hauptgrund für den höheren Preis gilt der Anstieg der Rohölpreise, die zum Jahresende knapp unter 107 Dollar pro Barrel (159 Liter) lagen. Zum Jahresende ging der Aufwärtstrend trotz des bisher sehr milden Winters weiter: Der Fachdienst nannte einen aktuellen Literpreis von durchschnittlich knapp unter 88 Cent. Hier bekommen die deutschen Käufer den Kursverfall des Euro zu spüren, denn Öl wird international in Dollar abgerechnet. Das bisher teuerste Jahr war 2008 mit rund 80 Cent pro Liter.

Nach einer Umfrage des EID bei Händlern halten sich die Ölkunden zurzeit sehr zurück. Die Tanks seien aber nur noch gering gefüllt. Wenn strenger Frost kommt, könnten die Tanks schnell leerlaufen, und die Kunden müssten trotz hoher Preise kaufen. Ergebnis: Die Preise würden noch weiter steigen.