Unglück

Strom im Handtuchhalter

Eine Frau wollte sich in ihrer neuen Wohnung in der Badewanne duschen und berührte dabei einen Handtuchhalter - sie erlitt einen schweren Stromschlag und starb.

Das Metallteil war wegen eines technischen Fehlers stromführend, bei Anbringung des Handtuchhalters war eine Leitung angebohrt worden, wie sich später herausstellte. Ihre Eltern verklagten den Wohnungseigentümer vor dem Landgericht Bielefeld (Az. 6 O 262/09) auf Erstattung von Beerdigungskosten und auf Schmerzensgeld, insgesamt etwa 6500 Euro.

Doch damit hatten sie nach Auskunft des LBS-Bundesverbandes keinen Erfolg. Die Kläger hätten nicht beweisen können, dass der Eigentümer schuldhaft eine unerlaubte Handlung begangen hat. Spezielle Vorschriften, die ihm eine regelmäßige Überprüfung der Leitungen auferlegten, gebe es nicht.