Teures Bauen

Schon vor Einzug viele Steuern und Abgaben rund ums Haus

Grundsteuer, Erschließungsbeitrag, Notargebühren: Haus- und Grundstücksbesitzer in Deutschland müssen für ihr Eigentum in die Tasche greifen. Der Staat verlangt von Eignern eine Reihe an Steuern und Abgaben, berichtet Marcus Rex von der BS Baugeld Spezialisten AG.

Bei einem geplanten Hausbau fängt es schon an, bevor der Grundstein gelegt ist: Denn sobald der künftige Hauseigentümer sein Bauland gekauft hat, fallen Grunderwerbsteuer und Grundbuch- sowie Notargebühren an. Die Grunderwerbsteuer muss nur einmal bezahlt werden und beträgt in Berlin 4,5 und in Brandenburg fünf Prozent des Kaufpreises.

Für Bauherren fällt dann ein Erschließungsbeitrag an, den die Gemeinde festlegt. Damit bezahlt der Hauseigentümer die Versorgungsanschlüsse, die Wasserentsorgung und bei neuen Straßen die öffentlichen Zufahrtswege zu seinem Grundstück. Und wenn die Gemeinde eine bestehende Straße sanieren oder ausbauen will, kann sie die Eigentümer der anliegenden Grundstücke mit einem Beitrag an den Kosten beteiligen.

Die Kommune erhebt zusätzlich die Grundsteuer, die jedes Jahr auf Grundstück und Bebauung fällig wird. Sie besteht aus drei Komponenten, die miteinander multipliziert werden: Einheitswert, Grundsteuermesszahl und Hebesatz B für bebaute und bebaubare Grundstücke. Der Hebesatz ist variabel und wird von jeder Gemeinde festgelegt. Dementsprechend unterscheiden sich die Grundsteuerbeträge zum Teil erheblich. So beträgt der Hebesatz in Hamburg 540 Prozent, in Berlin 810 Prozent und in München 535 Prozent.

"All diese Steuern und Gebühren müssen Bauherren und Käufer von Immobilien mit einkalkulieren, wenn sie die Finanzierung planen", sagt Rex.