Recht

Abrechnung der Nebenkosten muss bis Jahresende vorliegen

Bis zum 31. Dezember 2011 muss die Nebenkostenabrechnung für das Jahr 2010 bei Wohnungsmietern vorliegen. Versäumt es der Vermieter, bis Jahresende die Abrechnung zuzusenden, kann er in der Regel nichts mehr nachfordern.

Der Vermieter kann auch nicht behaupten, er habe die Abrechnung für 2010 mit der von 2011 zusammenfassen wollen, denn laut dem Bürgerlichen Gesetzbuch (BGB) darf der Abrechnungszeitraum höchstens zwölf Monate betragen.

Und der Vermieter ist nach einem Urteil des Bundesgerichtshof (Az.: VIII ZR 107/08) auch dafür verantwortlich, dass Abrechnungen fristgemäß beim Mieter eingehen. Kommt sie auf dem normalen Postweg abhanden oder wird verspätet zugestellt, bleiben Vermieter in der Regel auf den Kosten sitzen. Wer aber in Unkenntnis der Rechtslage eine verspätet eingegangene Nebenkostenabrechnung bezahlt hat, kann die Zahlung laut Rechtsexperten der Arag später noch zurückverlangen.

Kommt die Abrechnung jedoch pünktlich und stellt der Vermieter eine Nachforderung, sollte man diese Summe nicht einfach blind begleichen. Um eine Vorstellung davon zu bekommen, welche Beträge angemessen sind, können sich Mieter am Betriebskostenspiegel des Deutschen Mieterbunds (DMB) orientieren. Dieser gewährleistet eine repräsentative Aussage zur Durchschnittshöhe der Nebenkosten. Wer deutlich mehr zahlt, sollte sich daher die Abrechnung genauer ansehen.