Winter

Markante Farben für die dunkle Jahreszeit

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Wenn die Bäume endgültig ihre Blätter verloren haben, kommen die scharlachroten Früchte der Hundsrose (Rosa canina) richtig zur Geltung. Denn die Hagebutten bleiben den ganzen Winter am Strauch, häufig bis in den Frühling. Jetzt könne die hübsche Wildrose gepflanzt werden - aber nur solange der Boden nicht gefroren sei, erläutert der Bundesverband Deutscher Gartenfreunde.

Die Gartenexperten empfehlen die Hundsrose als Alternative zu den oft viel empfindlicheren Zuchtrosen. Die Wildrose brauche keinen Dünger, müsse nicht angehäufelt werden und bezaubere dennoch mit prachtvollen rosafarbenen Blüten. Dass die Sträucher sehr alt werden können, bezeuge der Tausendjährige Rosenstrauch in Hildesheim. Wenn es vielleicht auch keine 1000 sind, Schätzungen zufolge soll er aber mindestens 700 Jahre alt sein. Wer jetzt seine eigene Rekordrose pflanzen möchte, muss nicht viel investieren. Der BDG rät lediglich zu einem regelmäßigen, beherzten Schnitt, da die Hundsrose schnell ausladende, dornige Büsche bilde.

Lange galten die Kamelien (Camellia japonica) als kleine Sensibelchen, die nur bei intensiver Pflege gedeihen. Doch neue, robuste Sorten bezaubern auch Hobbygärtner mit ihren prachtvollen Blüten. Jetzt gibt es sogar knospende Pflanzen zu kaufen, die auch im Winter für farbliche Akzente sorgen. Der Bundesverband Deutscher Gartenfreunde weist auf die entscheidende Standortwahl hin: Während sie Knospen und Blüten trägt, mag es die Kamelie kühl. Am besten liege die Temperatur unter zehn Grad und über der Frostgrenze. Ist es durchgängig mehr als

15 Grad warm, könne es passieren, dass die Knospen der Kamelie vertrocknen.

Dieses Abwerfen der Knospen hat der Kamelie zu Unrecht den Ruf einer etwas schwierigen, fast zickigen Pflanze eingebracht. Dabei liegt dies immer an zu trockener Luft, zu hohen Temperaturen oder zu trockenen Wurzeln, betont der BDG. Nicht übel nehme die Kamelie dagegen das Umstellen oder Drehen des Topfes.

Staudengewächse mit kälteunempfindlichen Wurzeln eignen sich im Winter besonders gut für farbenfrohe Pflanzenkübel. Aber unabhängig davon, was man in Kübel auf Balkon oder Terrasse für Im Winter pflanzt: Das Gefäß muss ein Loch im Boden haben und sollte mit wasserdurchlässigem Substrat gefüllt werden, damit sich keine Staunässe bildet. Bei frostfreiem Wetter dürfen die Pflanzen ab und an gegossen werden, obwohl sie eher trocken als nass stehen sollten.

Zu den kälteunempfindlichen Stauden zählen Storchenschnabel (Geranium), Purpurglöckchen (Heuchera), Kriechender Günsel und Kaukasusvergissmeinnicht (Brunnera). Als am winterhärtesten gilt Fachleuten die Heuchera-Sorte "Palast Purple" mit ihren dunklen Blättern. Wem silbern gemusterte Blätter lieber sind, nimmt die Brunnera-Sorte "Jack Frost". Schön kombinieren lassen sich diese Pflanzen noch mit Gräsern wie Lampenputzergras (Sorte "Weserbergland"), Federgras oder Chinaschilf (Sorte "Gold Bar").